WGP: Ersatzbau im Birgmeierweg
Spatenstich mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper
13.03.2024
Die Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft Passau mbH (WGP) errichtet im Birgmeierweg 3 ein Mehrfamilienhaus mit sechs öffentlich geförderten Wohneinheiten. Der Spatenstich für ein neues Wohnprojekt markiert einen bedeutenden Meilenstein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Vertretern des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung der WGP sowie den Vertretern der beteiligten Planungs- und Baufirmen wurde der Beginn der Baumaßnahme offiziell eingeleitet.
Die Baumaßnahme, die als Ersatzbau eines 238 Quadratmeter großen Bestandsgebäudes von 1930 dient, wird eine Gesamtwohnfläche von etwa 321 Quadratmetern bieten.
Die entstehenden Wohnungen werden nach modernen Standards gestaltet sein. Das Gartengeschoss wird eine 2-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 38 Quadratmeter umfassen. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss werden vier 2-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von je 51 Quadratmetern untergebracht sein. Das Dachgeschoss wird eine großzügige 3-Zimmer-Wohnung mit 78 Quadratmetern Wohnfläche beherbergen. Jede Wohnung wird zudem über einen eigenen Balkon oder eine Terrasse verfügen, um den Bewohnern einen angenehmen Freiraum im Freien zu bieten. Um eine komfortable Mobilität zu ermöglichen, werden darüber hinaus sechs Stellplätze im Freien zur Verfügung stehen.
Da die Baumaßnahme öffentlich gefördert wird, benötigen Interessenten eine Wohnberechtigungsbescheinigung der Stadt Passau, die abhängig vom Einkommen erteilt wird. Nach Vorlage eines Wohnberechtigungsscheins hat der Mieter von der Kaltmiete, die pro Quadratmeter 12,50 Euro beträgt, nur 7,00 Euro zu tragen, um eine breite Zugänglichkeit sicherzustellen.
Insgesamt belaufen sich die Gesamtbaukosten für das Projekt auf etwa 1,65 Millionen Euro. Das Wohngebäude wird nach den Richtlinien des Klimafreundlichen Wohnens (KfWG) errichtet und wird daher von der KfW gefördert. Die Heizung wird durch eine Luft-Wärmepumpe betrieben, eine PV-Anlage wird zur Nutzung erneuerbarer Energien installiert. Die Fertigstellung des Wohnprojekts ist für Mai 2025 geplant. Der Abbruch des Altgebäudebestands erfolgte im Februar 2024.
Der Bedarf an Wohnraum im Stadtgebiet steigt zunehmend mit der wachsenden Einwohnerzahl an. In Passau gilt deswegen Innenentwicklung vor Außenentwicklung, d. h., dass viele Bebauungsgebiete erst nachverdichtet, bestehende Bebauungspläne geändert und einer zeitgemäßen Planung bzw. Brachflächen einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Schon seit einigen Jahren widmet sich die Stadt Passau wieder verstärkt der Schaffung von Wohnraum. Einerseits engagiert sich die WGP vermehrt im Mietwohnungsbau, etwa durch die oben genannte Maßnahme sowie die bereits im letzten Jahr abgeschlossenen Projekte in der Vornholzstraße mit insgesamt 43 Wohneinheiten oder in der Spitalhofstraße 21, bei der 15 neue Wohnungen entstanden.
Darüber hinaus fördert die Stadt Passau kostengünstiges Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser für junge Familien. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist das Baugebiet Laimgrub II. Um die 12 Bauparzellen an einkommensschwächere Personen zu vergünstigten Preisen veräußern zu dürfen, führte die Stadt Passau ein Vergabeverfahren nach dem „Einheimischenmodell“ durch, das die örtlichen und sozialen Voraussetzungen der Bewerber berücksichtigte. Insbesondere soll dadurch wenig begüterten Personen der örtlichen Bevölkerung der Erwerb angemessenen Wohnraums ermöglicht werden.
