Luftmessungen im Stadtgebiet: Grenzwerte seit Beginn der Messungen nicht überschritten

Ergebnisvorstellung im Ausschuss für Klima und Umwelt – Dauerhafte Messstation am Anger in Betrieb

22.02.2024

Der Ausschuss für Klima und Umwelt hat im Mai 2023 beschlossen, die bereits seit April 2019 durchgeführten städtischen Stickstoffdioxid-Passivsammlermessungen bis 01.03.2024 fortzusetzen. Die Messungen aus dem Jahr 2023 ergaben erneut eine Unterschreitung der Grenzwerte. Damit wurden in den vergangenen vier Jahren an keinem Tag eine Überschreitung gemessen. Dem Ausschuss für Klima und Umwelt werden in der heutigen Sitzung die Ergebnisse aus 2023 vorgestellt.

Mit Blick auf die Stickstoffdioxid-Belastung wurde im vergangenen Jahr an den Messorten Freyunger Straße, Nikolastraße sowie an dem nicht repräsentativen Standort Mariahilfstraße/Schmiedgasse wiederholt keine Überschreitung des Grenzwerts von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel festgestellt. Ganz im Gegenteil – an allen Standorten wird der Grenzwert sogar deutlich unterschritten. Alle ermittelten Werte sind gültig im Sinne des Datenqualitätsziels der Europäischen Union, wonach mindestens 90 Prozent Zeitanteil eines Jahres valide Messungen aufweisen müssen.

Der Stadtrat hat im November 2018 beschlossen, geeignete Messstandorte im Stadtgebiet auszuwählen und an diesen Punkten die Stickstoffdioxidkonzentration in der Atemluft für die Dauer eines Jahres zu messen, um eine belastbare Datengrundlagen für zukünftige Entscheidungen zu schaffen. Daraufhin wurde ein externes Sachverständigenbüro beauftragt, diese Luftmessungen vorzubereiten und entsprechend geeignete Standorte auszuwählen.

Im Mai 2020 wurden die Ergebnisse der vom 11.04.2019 bis 14.04.2020 durchgeführten Messkampagne im Ausschuss für Klima und Umwelt vorgestellt. Schon damals gab es keine Überschreitung der Grenzwerte. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, die städtischen Passivsammlermessungen bis 31.12.2020 fortzusetzen und diese auszudehnen auf den Standort Mariahilfstraße, Ecke Schmiedgasse.

Im Februar 2021 wurde im Ausschuss für Klima und Umwelt berichtet, dass 2020 erneut sämtliche Mittelwerte unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter lagen. Es erging der Beschluss, die Passivsammlermessungen an den fünf verkehrsnahen Standorten sowie in Hals und an der Stelzhamerstraße bis 31.12.2021 zu verlängern. An den anderen Messorten bestand kein Bedarf einer Fortführung, da die dort erzielten Ergebnisse noch deutlicher unter dem Grenzwert der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV) lagen.

Auch für das Jahr 2022 wurden keine Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt. Dies wurde dem Ausschuss für Klima und Umwelt im Mai 2023 mitgeteilt. Gleichzeitig wurde beschlossen, die NO2-Passivsammlermessungen an den EU-rechtskonformen Standorten Freyunger Straße und Nikolastraße sowie an dem nicht repräsentativen Standort Mariahilfstraße/Schmiedgasse vorläufig bis 01.03.2024 fortzusetzen.

Parallel zu den jährlichen Messungen hat das Bayerische Landesamt für Umwelt die Notwendigkeit zur Einrichtung einer verkehrsbezogenen Messstation des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern (LÜB) in der Stadt Passau festgestellt, um die höchste Belastung für die Bevölkerung zu erfassen. Eine fachliche Prüfung hat ergeben, dass die Angerstraße dafür einen geeigneten Standort darstellt. Bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme einer dauerhaften Messstation im August 2023, konnten die Messungen mit Hilfe eines mobilen Messwagens durchgeführt werden. Die Messergebnisse am Anger lagen ebenfalls klar unter dem zulässigen Grenzwert.