Neuer Schlauchwagen für die Freiwillige Feuerwehr Patriching

Bundesfahrzeug stärkt die Löschwasserversorgung und den Katastrophenschutz in Passau

27.10.2026

Die Stadt Passau hat einen weiteren Einsatzwagen des Bundes für den Katastrophenschutz erhalten. Der Schlauchwagen Katastrophenschutz, kurz SW-KatS, wird bei der Freiwilligen Feuerwehr Patriching stationiert. Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschaffte Fahrzeug dient insbesondere der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken. Es wird beispielsweise bei Groß- und Waldbränden oder an Einsatzstellen benötigt, an denen die örtliche Wasserversorgung nicht ausreicht.

 

Unsere Feuerwehren müssen auch bei umfangreichen und lang andauernden Einsätzen zuverlässig Hilfe leisten können. Mit dem neuen Schlauchwagen verbessern wir die Voraussetzungen dafür, Löschwasser auch über größere Entfernungen zur Einsatzstelle zu bringen. Für die Bereitstellung des Fahrzeugs danke ich dem Bund und stellvertretend dem Abgeordneten Hans Koller. Ebenso gilt mein Dank den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr Patriching, die diese wichtige Aufgabe für den Katastrophenschutz übernehmen.

Andreas Rother - Oberbürgermeister

Auch der Passauer Bundestagsabgeordnete Hans Koller unterstreicht die Bedeutung der Neuanschaffung: „Das Fahrzeug wurde zu 100 Prozent vom Bund finanziert und für den Katastrophenschutz im Rahmen des Zivilschutzes bereitgestellt. Gerade bei größeren Schadenslagen und Katastrophen ist eine leistungsfähige Ausstattung entscheidend, damit unsere Einsatzkräfte schnell und zuverlässig helfen können. Deshalb freut es mich sehr, dass ein solches Fahrzeug nun wieder in Passau stationiert ist. Mein besonderer Dank gilt den vielen freiwilligen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die sich ehrenamtlich für die Sicherheit unserer Bevölkerung einsetzen.“


Der allradgetriebene Schlauchwagen führt insgesamt 2.000 Meter B-Schlauch mit. Die Schläuche sind bereits miteinander verbunden und in herausnehmbaren Kassetten untergebracht. Dadurch können während langsamer Fahrt wahlweise zwei parallele Leitungen von jeweils 1.000 Metern oder eine durchgehende Leitung von 2.000 Metern Länge verlegt werden.


Zur Ausstattung gehört außerdem eine tragbare Feuerlöschpumpe mit einer Förderleistung von bis zu 1.500 Litern pro Minute. Sie kann sowohl zur Wasserentnahme als auch als Verstärkerpumpe innerhalb einer Schlauchleitung eingesetzt werden. Damit lassen sich größere Entfernungen und Höhenunterschiede überwinden. Ein mitgeführter Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern dient bei Bedarf als Zwischenspeicher und unterstützt einen kontinuierlichen Pumpbetrieb.


Neben der Wasserförderung bietet das Fahrzeug weitere Einsatzmöglichkeiten: Nach dem Herausnehmen der Schlauchkassetten kann es für Materialtransporte genutzt werden. Darüber hinaus ist eine grundlegende Ausrüstung zur Brandbekämpfung vorhanden.


Der Schlauchwagen ergänzt die Katastrophenschutzausstattung der Stadt Passau. Bereits in diesem Jahr hatte die Stadt einen ebenfalls vom Bund bereitgestellten CBRN-Erkundungswagen erhalten, der beim Löschzug Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Passau stationiert ist. Dieser dient der Erkundung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahrenlagen.


Die aktive Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Patriching umfasst 45 Frauen und Männer. Zum Fuhrpark gehören neben dem neuen Schlauchwagen unter anderem ein Löschgruppenfahrzeug LF 20 sowie ein Mannschaftstransportwagen. Die Wehr übernimmt Aufgaben im Brandschutz und in der technischen Hilfeleistung im nord-westlichen Stadtgebiet. Ihr Schutzbereich umfasst neben Wohnbebauung und landwirtschaftlichen Anwesen auch zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe.


Die Stadt Passau investiert in den Brand- und Katastrophenschutz. Dazu gehören neben der Anschaffung und Modernisierung von Ausrüstung auch größere bauliche Maßnahmen. Nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Heining und der Fahrzeughalle des Löschzugs Ilzstadt ist die Weiterentwicklung des Standorts an der Leonhard-Paminger-Straße eines der nächsten großen Projekte. Dort entsteht gerade eine neue Hauptamtliche Tagwache.