Neuer CBRN-Erkundungswagen für die Feuerwehr Passau

Bundesfahrzeug an der Hauptwache von Oberbürgermeister Andreas Rother übernommen

29.05.2026

Die Stadt Passau hat für den Katastrophenschutz erstmals einen CBRN-Erkundungswagen erhalten. Das Fahrzeug wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschafft und den Ländern beziehungsweise den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden zur Verfügung gestellt. Stationiert wird das Bundesfahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Passau, Löschzug Hauptwache.

Oberbürgermeister Andreas Rother informierte sich vor Ort bei den Verantwortlichen der Feuerwehr über das neue Einsatzfahrzeug.

Mit dem CBRN-Erkundungswagen erhält Passau erstmals ein speziell ausgestattetes Bundesfahrzeug für die Erkundung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahrenlagen. Das stärkt den Katastrophenschutz in unserer Stadt. Zugleich zeigt es, wie wichtig gut ausgebildete Einsatzkräfte und moderne Technik für die Sicherheit der Bevölkerung sind.

Andreas Rother - Oberbürgermeister

CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Der Erkundungswagen dient dazu, entsprechende Gefahrenlagen vor Ort festzustellen. Dazu gehört insbesondere das Spüren, Messen und Melden von lokalisierten CBRN-Gefahren. Eingesetzt werden kann das Fahrzeug etwa bei Schadstofflagen, Gefahrgutereignissen oder anderen besonderen Einsatzlagen, bei denen eine schnelle und verlässliche Lageerkundung erforderlich ist.

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI mit Ausbau durch die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH. Es ist für eine Besatzung von vier Einsatzkräften ausgelegt und verfügt unter anderem über ein EDV-System mit Touchmonitoren, zur Integration aller Messgeräte, sowie über eine Datenübertragung per 4G/5G und Satellit. Die Maße betragen rund 6,0 Meter Länge, 2,1 Meter Breite und 2,7 Meter Höhe.

Die neue Fahrzeuggeneration des Bundes ermöglicht gegenüber den bisherigen CBRN-Erkundungswagen unter anderem eine verbesserte digitale Vernetzung. Durch Datenfernübertragung können Messdaten schneller weitergegeben und im CBRN-Erkundungsverbund genutzt werden. Neue Messgeräte und moderne Software erweitern zudem die Fähigkeiten bei der Erkundung großer Gebiete. Auch die Geländefähigkeit des Fahrgestells sowie der Schutz der Besatzung während der Fahrt wurden gegenüber älteren Fahrzeugserien weiterentwickelt.

Deutschlandweit werden durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe neue CBRN-Erkundungswagen beschafft. Ziel ist es, an jedem Ort in Deutschland schnell ein entsprechendes Fahrzeug zu einem möglichen Schadensort alarmieren zu können. Die Fahrzeuge werden im Rahmen des ergänzenden Katastrophenschutzes des Bundes bereitgestellt.

Für die Stadt Passau handelt es sich um eine Erstausstattung mit einem solchen Fahrzeug. Die Übernahme ergänzt die vorhandenen Einsatzmittel der Feuerwehr und verbessert die Möglichkeiten zur Lageerkundung bei besonderen Gefahrenlagen.

Der Löschzug Hauptwache verfügt neben dem neuen CBRN-Erkundungswagen unter anderem über einen ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20), einen Rüstwagen, eine Drehleiter, ein Tanklöschfahrzeug 16/25, einen Versorgungs-Lkw, einen Einsatzleitwagen, einen Mannschaftstransportwagen, ein Kleinalarmfahrzeug, einen Traktor, ein Krad, ein Mehrzweckboot und zwei Wechselladerfahrzeuge. In der Hauptwache sind derzeit 60 aktive Feuerwehrdienstleistende tätig. Hinzu kommen 13 Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Tagwache.

Die Stadt Passau investiert kontinuierlich in den Brand- und Katastrophenschutz. Neben laufenden Beschaffungen und der Modernisierung von Ausrüstung zählen hierzu auch größere bauliche Maßnahmen. Nach dem Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Heining und der Fahrzeughalle des Löschzugs Ilzstadt bildet die Weiterentwicklung des Standorts an der Leonhard-Paminger-Straße mit Sanierung der Hauptwache und Neubau der Hauptamtlichen Tagwache eines der nächsten großen Projekte.