Jugendbeteiligung in der Stadt Passau soll auf neue Beine gestellt werden

Oberbürgermeister Andreas Rother möchte Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

26.06.2026

Die Stadt Passau soll die Beteiligung junger Menschen an kommunalpolitischen Themen neu ausrichten und breiter aufstellen. Oberbürgermeister Andreas Rother wird das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie am Dienstag, 07.07.2026 setzen. Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, das möglichst vielen jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich mit ihren Ideen, Anliegen und Perspektiven in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen.

Mir ist wichtig, dass wir nicht nur diejenigen erreichen, die sich ohnehin bereits engagieren. Ich möchte bewusst auch jungen Menschen eine Stimme geben, die bisher kaum Berührungspunkte mit Kommunalpolitik hatten. Damit dieses Vorhaben nach außen hin noch sichtbarer wird, schlage ich dem Stadtrat unter anderem vor, Stadträtin Johanna Seitz als jugendpolitische Sprecherin zu installieren. Neben ersten kurzfristigen Maßnahmen können dann gemeinsam die verschiedenen Möglichkeiten für eine neue Kinder- und Jugendbeteiligung erarbeitet werden.

Andreas Rother - Oberbürgermeister

Die neue Funktion „jugendpolitischer Sprecher/jugendpolitische Sprecherin“ soll das Thema Jugendbeteiligung begleiten und als Ansprechperson für die vielseitigen Anliegen junger Menschen dienen. Als erste jugendpolitische Sprecherin schlägt Oberbürgermeister Andreas Rother Stadträtin Johanna Seitz vor, die als jüngstes Mitglied des Gremiums die Interessen der jungen Generation besonders gut vertreten kann.

Darüber hinaus strebt der Oberbürgermeister an, gemeinsam mit dem Stadtrat die Jugendbeteiligung langfristig zu stärken und an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen auszurichten. Ziel ist es, möglichst viele Jugendliche für kommunalpolitische Themen zu begeistern und ihnen eine verlässliche Möglichkeit zu geben, sich aktiv in die Entwicklung ihrer Stadt einzubringen.

Ganz besonders sollen dabei auch verstärkt moderne und ganz niedrigschwellige Formen der Kommunikation verwendet werden. Junge Menschen müssen dort erreicht werden, wo sie sich informieren und austauschen – sowohl digital als auch im persönlichen Kontakt. Beteiligung soll einfach, verständlich und ohne große Hürden möglich sein. Ergänzend dazu müssen die verschiedenen Beteiligungsangebote künftig gezielt beworben werden, um ihre Bekanntheit zu steigern und möglichst viele junge Menschen zur Mitwirkung zu motivieren.

Kinder und Jugendliche kennen ihre Lebenswelt am besten und können wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Stadt geben. Deshalb sollen sie dazu eingeladen werden, ihre Ideen, Wünsche und Anliegen aktiv einzubringen. Sie sollen künftig noch mehr dazu ermutigt werden, ihre Meinung offen zu äußern und den Mut aufzubringen, sich an der Gestaltung ihres direkten Lebensumfeldes zu beteiligen. Jede Anregung ist willkommen und kann dazu beitragen, die Stadt noch lebenswerter und zukunftsfähiger zu gestalten.

Anders als bei klassischen Beteiligungsformen wie einem Jugendparlament oder einem Jugendbeirat soll zunächst erarbeitet werden, welche Form der Jugendbeteiligung den Bedürfnissen der jungen Menschen in Passau am besten entspricht. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Schaffung eines bestimmten Gremiums, sondern die Frage, wie Jugendliche dauerhaft und wirksam an kommunalpolitischen Entscheidungen beteiligt werden können.