Erstes Treffen der Projektgruppe Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt Passau
Ziel ist eine breite und dauerhafte Beteiligung junger Menschen an kommunalpolitischen Themen
09.09.2026
Die Neuausrichtung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Passau nimmt konkrete Formen an: Die neu gebildete Projektgruppe „Kinder- und Jugendbeteiligung“ hat sich erstmals im Zeughaus getroffen. Das Treffen bildet den Auftakt für einen gemeinsamen Prozess, an dessen Ende ein Konzept für eine zeitgemäße und möglichst breit aufgestellte Jugendbeteiligung in der Stadt Passau stehen soll.
Bei Kinder- und Jugendbeteiligung soll es nicht nur um ein einzelnes Gremium oder ein einzelnes Format gehen. Ich möchte, dass junge Menschen in Passau die Möglichkeit haben, ihre Anliegen, Ideen und Perspektiven einzubringen. Dabei wollen wir nicht nur diejenigen erreichen, die bereits in Vereinen, Verbänden oder anderen Organisationen engagiert sind. Auch junge Menschen, die bisher vielleicht keinen Zugang zu solchen Strukturen haben, sollen eine Stimme bekommen und sich mit ihren Themen einbringen können. Das erste Treffen der Projektgruppe hat unser Ziel verfestigt, dass wir nicht einfach eine Struktur vorgeben, sondern gemeinsam herausfinden möchten, was junge Menschen brauchen und welche Beteiligungsformen für sie funktionieren.
Insgesamt kamen sieben Gruppenmitglieder zusammen: Anna Hoffmann, Diözesanreferentin in der Malteserjugend, Julia Stern, Vorsitzende des Kinderschutzbunds und Benedikt Seiderer vom Kirchlichen Jugendbüro. Der Stadtjugendring wurde vom Vorsitzenden Tobias Waldherr und Geschäftsführerin Karin Meyer-Mück vertreten. Zusätzlich vor Ort war außerdem Edmund Kriegl von der Kommunalen Jugendarbeit. Mitglied der Gruppe ist auch die von Oberbürgermeister Andreas Rother vorgeschlagene und neu gewählte Jugendpolitische Sprecherin, Stadträtin Johanna Seitz.
Im ersten Treffen ging es zunächst um das gegenseitige Kennenlernen und darum, die unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Expertisen der Beteiligten zusammenzubringen. Gleichzeitig wurden erste Überlegungen zur künftigen Arbeit angestellt.
Im weiteren Prozess wird gemeinsam herausgearbeitet, welche Form der Kinder- und Jugendbeteiligung den Bedürfnissen der jungen Menschen in Passau am besten entspricht. Anders als bei institutionalisierten Beteiligungsmöglichkeiten wie einem Jugendparlament oder einem Jugendbeirat steht dabei nicht von vornherein die Einrichtung eines bestimmten Gremiums fest. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, wie junge Menschen dauerhaft und wirksam an kommunalpolitischen und für sie relevanten Themen beteiligt werden können und wie dabei möglichst viele unterschiedliche junge Menschen erreicht werden. Besonders sollen dabei auch niedrigschwellige Formen der Kommunikation berücksichtigt werden. Junge Menschen müssen dort erreicht werden, wo sie sich informieren und austauschen – sowohl digital als auch im persönlichen Kontakt. Beteiligung soll einfach, verständlich und ohne große Hürden möglich sein.
Angestoßen wurde der Prozess von Oberbürgermeister Andreas Rother, der das Thema auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie im Juli gesetzt hat. In diesem Zusammenhang wurde auch die Funktion der jugendpolitischen Sprecherin geschaffen und die jüngste Stadträtin, Johanna Seitz, mit dieser Aufgabe betraut. Sie soll den Prozess begleiten und das Thema nach außen hin noch sichtbarer machen.
Darüber hinaus strebt der Oberbürgermeister an, gemeinsam mit dem Stadtrat Kinder- und Jugendbeteiligung langfristig zu stärken und an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen auszurichten. Ziel ist es, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine verlässliche Möglichkeit zu geben, sich aktiv für ihre Anliegen einbringen zu können. Durch eine entsprechende Berücksichtigung der Perspektiven von Kindern und Jugendlichen lassen sich daraus auch Impulse für die Entwicklung der Stadt geben und im Idealfall das Interesse junger Menschen für kommunalpolitische Themen fördern.
