Sport im öffentlichen Raum: Sportflächen auf Oberhaus, am ASG und am Söldenpeterweg sollen probeweise für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden
Behandlung im Ausschuss für Schulen, Sport und Freizeit am 27.02.2025
21.02.2025
Öffentlich zugängliche Sportflächen spielen eine zentrale Rolle für die Förderung von Gesundheit, sozialer Integration und Lebensqualität. Der Ausschuss für Schulen, Sport und Freizeit hat in seiner Herbstsitzung 2024 beschlossen, mögliche Maßnahmen zur Förderung der Bewegung und des Sports im urbanen Raum zu prüfen. Am kommenden Donnerstag, 27.02.24 steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Gremiums mit konkreten Vorschlägen für eine probeweise Öffnung.
Der Sport hat eine große gesellschaftliche Relevanz. Er führt Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammen, ist Teil eines gesunden Lebensstils und unterstützt Integration und Bildung. Die Stadt Passau hat deshalb ein gutes und breit aufgestelltes Angebot für eine Vielzahl von Sportarten in den vergangenen Jahren geschaffen. Dieses gilt es nun auch außerhalb von Schulen und Vereinen für jedermann auszubauen und zugänglich zu machen, damit alle Sportbegeisterten individuell und ungebunden Sport treiben können. Mit den ersten Maßnahmen möchten wir einen ersten Versuch starten und loten die Nachfrage aus.
Konkret wird dem Ausschuss vorgeschlagen, den Beachvolleyball-, den unteren Basketball- und den großen Bolzplatz auf der Sportanlage Oberhaus, den Beachvolleyballplatz am Adalbert-Stifter-Gymnasium (ASG) und den Kunstrasenplatz Söldenpeterweg probeweise für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Zudem soll der Pausenhof der Mittelschule St. Nikola probeweise unter der Patenschaft des Jugendzentrum Zeughaus bzw. des Stadtjugendrings zur Nutzung geöffnet werden.
Der Beachvolleyballplatz am ASG und der Kunstrasenplatz am Söldenpeterweg könnten demnach außerhalb der Schulzeit und außerhalb von fest vergebenen Trainingszeiten der Vereine für den Freizeitsport genutzt werden. Der Beachvolleyball-, der untere Basketball- und der große Bolzplatz auf der Sportanlage Oberhaus könnten während der allgemeinen Öffnungszeiten (= Belegungszeiten der Vereine) für den Freizeitsport genutzt werden. Die Sportanlage wäre dann zu verlassen, wenn der letzte Sportler eines Vereins die Anlage verlässt und das Zugangstor abgeschlossen wird. Der Pausenhof der Mittelschule St. Nikola soll unter Patenschaft des Jugendzentrum Zeughaus bzw. des Stadtjugendrings außerhalb der Schulzeit mitgenutzt werden können.
Die probeweise Öffnung dieser vier Anlagen in der diesjährigen Sommersaison (von Mai bis September) soll insbesondere auch entsprechende Erfahrungswerte ergeben, um weitere Schritte in Angriff zu nehmen. Wenn die Testphase eine gute Nachfrage aufzeigt und ein reibungsloser Ablauf gewährleistet wird, wird die Verwaltung weitere Öffnungsschritte im zweiten Schritt, basierend auf der vorhandenen Bestandsübersicht, planen.
Parallel dazu werden noch weitere Maßnahmen verfolgt. Darunter der Bau eines Calisthenic-Parks, die Errichtung eines Bewegungsparks für ältere Menschen, die Platzierung einer weiteren Streetball-Anlage, ein Sandaustausch auf den vorhandenen Beachvolleyballplätzen im Bschütt-Park, auf Oberhaus und am ASG sowie die weitere Öffnung von bis dato nicht frei zugänglichen Freizeitanlagen. Zudem wird während der Sommersaison die Frequentierung der Bolzplätze im gesamten Stadtgebiet aufgenommen, um eine Aussage zur Nachfrage treffen zu können.
Die Stadt Passau hat in den letzten Jahren große Investitionen im Bereich der Sportinfrastruktur getätigt, wie z. B. den Bau der Mehrfachhalle, die Sanierung der Dreifachhalle, die Errichtung eigener bzw. die Bezuschussung vereinseigener Kunstrasenplätze, die Sanierung der Sportanlage Oberhaus, die Errichtung eines neuen Skateparks an der Regensburger Straße sowie die Sanierung der Laufbahn im Dreiflüssestadion. Die bereits beschlossenen Vorhaben werden parallel zur oben genannten Initiative weiter umgesetzt.
