Innquerung für den Fahrradverkehr
„Fünferlsteg“ auf dem Prüfstand
06.02.2025
In seiner heutigen Sitzung befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität mit dem Fußgängerüberweg Innsteg (Fünferlsteg). Die Verwaltung schlägt dem Gremium im Rahmen der erforderlichen Sanierung des Brückenbauwerks Möglichkeiten für einen Ersatzneubau mit Fahrradbenutzung zu untersuchen und die weiteren Planungsschritte einzuleiten.
Der Fünferlsteg stellt eine historische und wichtige Fußgängerverbindung von der Altstadt in die Innstadt dar. Da die uneingeschränkte Sicherheit unserer Brücken immer gewährleistet sein muss, ist bei dem über 100 Jahre alten Bauwerk Handlungsbedarf gegeben. Bei der weiteren Vorgehensweise gilt es, eine mögliche Kombination mit dem Fahrradverkehr einzubeziehen, damit die beiderseitigen Interessen von Fußgängern und Radfahrern berücksichtigt werden können.
Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität vom 21.09.2021 wurde die Verwaltung beauftragt eine Innquerung für den Fahrradverkehr zu prüfen. Eine bereits unternommene Vorstudie hat ergeben, dass eine bloße Erweiterung des bestehenden Brückenbauwerks aus statischen und baulichen Gründen nicht möglich ist. Deshalb wurden weitere Überlegungen angestrebt.
Bevor jedoch eine mögliche kostenintensive Generalsanierung des Fünferstegs angegangen wird, beabsichtigt die Stadt Passau zu prüfen, ob ein Ersatzneubau als Geh- und Radweg, technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Die Fußgängerbrücke wurde 2024 einer Hauptprüfung unterzogen. Mit einer Prüfnote von 3,5 befindet sich das diachronische Bauwerk in einem ungenügenden Zustand. Die Standsicherheit ist beeinträchtigt, insbesondere durch Schäden der Stahlbetonfahrbahnplatte, der Längs- und Querträger und im Bereich der Anschlusswinkel der Träger. Die Bauwerksprüfung ergab, dass das Bauwerk zeitnah umfangreich instandgesetzt werden muss, wenngleich eine Sperrung zu diesem Zeitpunkt noch nicht erforderlich ist.
Der Fünferlsteg wurde im Jahr 1916 errichtet und nach der Zerstörung während des zweiten Weltkrieges im Jahr 1947 wiederaufgebaut. Da die Kosten nach der Freigabe durch einen Brückenzoll erwirtschaftet wurden und die Maut für Einzelpersonen fünf Pfennige betrug, hat sich der Name „Fünferlsteg“ ableitet.
