Felssanierung Freyunger Straße
Steinschlagschutz für mehr Sicherheit
21.07.2025
In dieser Woche haben die Felssicherungsarbeiten entlang der Freyunger Straße begonnen. Im Rahmen dieser Maßnahme wird ein Steinschlagschutzzaun errichtet.
Das Baufeld, das sich zwischen den Hausnummern 16 und 50 erstreckt, umfasst eine Fläche von etwa 2.000 m², auf der rund 200 Laufmeter Steinschlagschutzzaun sowie circa 500 m² Spiralseilnetz installiert werden.
Zuerst erfolgte die Absteckung der neuen Zauntrasse. Im Anschluss wird mit dem Rückbau des alten Zauns begonnen, da dieser Mängel aufweist und die Anforderungen an die Verkehrssicherheit nicht mehr erfüllt. Um die Verankerungen des neuen Zaunfundamentes zu befestigen, werden kleinere Rodungsarbeiten nötig sein. Insgesamt werden voraussichtlich rund 70 Bohrlöcher zur Verankerung der Schutzzaunanlagen sowie etwa 150 weitere Bohrungen für Vernetzung und Einzelblocksicherungen ausgeführt.
Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden die neuen Zaunelemente und Stützen per Helikopter eingeflogen. Ziel des Steinschlagschutzzauns ist es, die Verkehrssicherheit für Anwohner und Verkehrsteilnehmer dauerhaft zu erhöhen und potenzielle Gefahren durch herabfallendes Gestein zu minimieren. Von den 200 Laufmeter Zaun werden etwa 60 Meter mit einer Energieaufnahme von 500 kJ und einer Bauhöhe von 4 Metern sowie rund 140 Meter mit einer Energieklasse von 1.000 kJ und einer Bauhöhe von 5 Metern sein.
Die Maßnahme erstreckt sich – je nach Witterungsverlauf - über einen Zeitraum von etwa drei Monaten und ist mit Gesamtkosten in Höhe von rund 500.000 Euro im Haushalt veranschlagt.
Die Felssanierungsarbeiten waren notwendig, da von dem Grundstück entlang der Freyungerstraße eine Gefahr durch möglichen Steinschlag ausging, insbesondere für die darunterliegenden Grundstücke. Grundsätzlich obliegt es dem Eigentümer eines Grundstücks, für die Beseitigung von Gefahren oder Störungen zu sorgen, die von seinem Grundstück ausgehen. Da es sich in diesem Fall jedoch um herrenlose Grundstücke handelt, liegt die Zuständigkeit hier bei der Stadt Passau als Sicherheitsbehörde. Zum Schutz der Allgemeinheit und zur Abwehr möglicher Gefahren ist die Stadt Passau daher verpflichtet, entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu veranlassen und durchzuführen. Insgesamt sind derzeit 22 herrenlose Grundstücke in Passau vorhanden.
Zuletzt wurde im Jahr 2020 eine Felssanierung am Oberhausberg durchgeführt. Dazu wurde das Rodungsgut per Hubschrauber abtransportiert, lose Felsen entfernt und die marode Zaunanlage zurückgebaut. Die teilweise ungesicherte Fels- und Hangschuttböschung oberhalb der Angerstraße wurde mittels eines neuen Steinschlagzauns gesichert. Diese Anlage weist 4 Meter Bauhöhe, eine maximale Auslenkung von 5,5 Metern und einen Stützenabstand zwischen 5 und 10 Metern auf.
