Neubau des St.-Johannis-Spital durch WGP mbH

Spatenstich mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper

19.08.2024

Ein symbolischer Spatenstich markierte den Baubeginn des St.-Johannis-Spital, das von der Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft Passau mbH (WGP) errichtet wird. Oberbürgermeister Jürgen Dupper leitete im Beisein von Vertretern des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung der WGP, sowie den Vertretern der beteiligten Planungs- und Baufirmen die Baumaßnahme offiziell ein.

Im Rahmen des Bauprojekts entstehen insgesamt fünfzig 39 bis 97 Quadratmeter große, öffentlich geförderte Einheiten, die den Bedarf an betreutem Wohnen in der Region decken sollen. Diese verteilen sich auf den sanierten Bestand am Rindermarkt und dem Neubau an der Unteren Donaulände. Die Gesamtwohnfläche von 2.722 Quadratmetern wird in vier Einzimmerwohnungen, 41 Zweizimmerwohnungen, zwei Dreizimmerwohnungen und drei Wohngemeinschaften aufgeteilt. Acht der Wohnungen sind für Rollstuhlfahrer geeignet. In das Gebäude werden hierzu zwei Aufzüge eingebaut. Jede Wohnung verfügt über einen Abstellraum und elf erhalten einen Freisitz. Zusätzlich entstehen ein Gemeinschaftsraum und eine Tiefgarage auf zwei Ebenen im Untergeschoss. Letztere entsteht auch aufgrund der Hochwasserproblematik in diesem Bereich.

Das Gebäude wird mit einer Abwasserwärmepumpe und Photovoltaikanlagen errichtet, die im Bestand durch die KfW „Denkmal“ gefördert werden. Diese fortschrittlichen Technologien tragen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei. Die Wärmepumpe ist die erste ihrer Art, die in ein Gebäude der WGP eingebaut wird und entzieht im Gegensatz zur herkömmlichen Variante, anstatt der Luft, dem Abwasser die Wärme.

Die Kaltmiete pro Quadratmeter wird voraussichtlich 12,50 EUR betragen, davon zahlt der Mieter 7,00 EUR pro Quadratmeter. Die WGP tritt als Vermieterin der Wohnungen auf. Die Betreuungsleistungen übernimmt weiterhin die Stiftung und können bei Bedarf zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Der Bedarf an Wohnraum im Stadtgebiet steigt zunehmend mit der wachsenden Einwohnerzahl an. In Passau gilt deswegen Innenentwicklung vor Außenentwicklung, d. h., dass viele Bebauungsgebiete erst nachverdichtet, bestehende Bebauungspläne geändert und einer zeitgemäßen Planung bzw. Brachflächen einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Schon seit einigen Jahren widmet sich die Stadt Passau wieder verstärkt der Schaffung von Wohnraum. Die WGP engagiert sich vermehrt im Mietwohnungsbau. Bereits im Jahr 2023 wurden die Projekte Vornholzstraße mit insgesamt 25 Wohneinheiten und Spitalhofstraße 21 mit 15 Wohneinheiten abgeschlossen. Weitere 14 Wohneinheiten im Baugebiet Laimgrub und dem Birgmeierweg befinden sich im Bau.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper (2. von rechts) beim Spatenstich mit Vertretern des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung der WGP mbH sowie der beteiligten Planungs- und Baufirmen.