Franz-Josef-Strauß-Brücke wird ab 20.12.24 komplett geöffnet

Beide Fahrtrichtungen ab diesem Zeitpunkt frei

12.12.2024

Die Freigabe einer Fahrtrichtung der Franz-Josef-Strauß-Brücke vor rd. einer Woche hat bereits zu spürbaren Verbesserungen, insbesondere für den morgendlichen Straßenverkehr geführt. Nun kann mitgeteilt werden, dass die komplette Öffnung der Brücke am Freitag, 20.12.24 erfolgen wird. Damit ist ab diesem Zeitpunkt die Brücke in beide Richtungen befahrbar.

Nach der Aufhebung der Sperrung wird mit dem Rückbau der entsprechenden Umleitungsbeschilderung begonnen. Bis Frühsommer 2025 folgen noch einzelne Restarbeiten wie z. B. unterseitige Korrosionsschutzmaßnahmen, das Anbringen des Geländers (Oberwasser) und die Endbeschichtung im Gehwegbereich. Die Brückengehwege müssen vorerst noch gesperrt bleiben. Fußgänger und Radfahrer werden nach wie vor über das Kraftwerk Kachlet umgeleitet.

Nach diesen Restarbeiten ist die Sanierung abgeschlossen.

Die Franz-Josef-Strauß-Brücke wurde 2019 einer Hauptprüfung unterzogen. Im Ergebnis dazu wurde unter anderem festgestellt, dass insbesondere der Zustand der Geländer, der Fahrbahnbelag, die Übergangskonstruktionen sowie der Besichtigungssteg unterhalb der Fahrbahnplatte in einem sanierungsbedürftigen Zustand sind.

Die Vorplanungen, die Mitte 2020 abgeschlossen wurden, haben ergeben, dass eine Ertüchtigung der Überbauplatte hinsichtlich der beabsichtigten Fortnutzungsdauer von mehr als 50 Jahren und die Erneuerung der Abdichtung vordergründig erfolgen müssen. Die Vergabe für die Fortführung der Planungen und Beauftragung der Nachberechnung der Tragfähigkeit erfolgte 2021. Damals lag die geschätzte Bauzeit bei rd. 2 Jahren.

Die Ergebnisse der umfangreichen Bemessungen der jeweiligen Bau- bzw. Brückenbestandteile haben dann aber gezeigt, dass für einige der ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen alternative Lösungen gefunden werden konnten, die eine Kosten- und Zeitersparnis nach sich zogen. Ein Beispiel hierfür ist, dass durch aufwendige Schwingungsmessungen der Hänger die erforderlichen Ermüdungsnachweise erbracht werden konnten. Aus diesem Grund konnte auf einen aufwendigen Austausch der Hänger verzichtet werden. Ebenfalls wurden dadurch die Verstärkungsmaßnahmen an den Querträgern, den Längsträgern und am Deckblech optimiert.

Um die Sicherheit und Langlebigkeit der Franz-Josef-Strauß-Brücke auch weiterhin zu gewährleisten, war die Generalsanierung unvermeidlich. Diese umfasste im Wesentlichen die Vollerneuerung des Korrosionsschutzes, die Instandsetzung von Schweißnahtrissen und korrodierten Blechen, die Erneuerung und Abdichtung des Fahrbahnbelags und die Erneuerung der Ausstattung wie beispielsweise die Entwässerung, das Geländer, die Wartungsstege und des Vogeleinflugschutzes.

An der Nordseite wurde unter anderem die Übergangskonstruktion ausgetauscht sowie die Kappen und die Beleuchtungsmasten erneuert. An den Unterbauten der Brücke wurde mitunter der Lagersockel erneuert, schadhafter Beton in Teilbereichen der Pfeiler reprofiliert und Einzelschadstellen am nördlichen Widerlager in Stand gesetzt.

Zusätzlich zu den geplanten Arbeiten wurden im Zuge der Maßnahme noch nötige Nachbesserungen an den Stahlträgern festgestellt. Ein Holkasten musste auf beiden Seiten komplett entfernt und wieder neu hergestellt werden, um die innenliegenden Schweißnähte auszubessern. Darüber hinaus erforderten unvorhersehbare Frässchäden im Fahrbahnblech weitere Zusatzarbeiten.