Einweihung der Kinderkrippe in der Innstadt

Feierliche Eröffnung mit Bürgermeister Andreas Rother

09.12.2024

Eltern können sich freuen – die neue Kinderkrippe in der Innstadt öffnet offiziell ihre Türen. Die moderne Einrichtung schafft Platz für Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren.

Gemeinsam mit Bürgermeister Armin Dickl, der weiteren Vertreterin des Oberbürgermeisters Erika Träger, den Mitgliedern des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, den Mitgliedern des Pfarrgemeindesrats, dem Leiter der Kinderkrippe, den beteiligten Planungs- und Baufirmen sowie dem Krippenpersonal und den Kindern der Gruppe, welche als erstes einzieht, hat Bürgermeister Andreas Rother die Kinderkrippe heute offiziell eröffnet. Pater Jakob Zarzycki hat die Räumlichkeiten der Krippe geweiht. Mit dem Segen wünschte er der Einrichtung und allen Kindern, die dort betreut werden eine erfolgreiche Zukunft.

Ende Mai letzten Jahres wurde mit dem Bau begonnen. Entstanden ist ein zweistöckiges Gebäude nach Passivhausstandard mit begrüntem Walmdach und Oberlicht. Im Erdgeschoss wurden Stahlbetonwände mit einem Wärmedämmverbundsystem und Putz errichtet, während das Obergeschoss mit Holzständerwände und eine Holzschalung versehen wurde. Die Gestaltung erfolgt komplett barrierefrei, unter anderem mittels eines Aufzugs. Geheizt wird mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 2,7 Mio. Euro. Der Freistaat Bayern und die Regierung von Niederbayern gewähren eine Förderung von knapp 1,35 Mio. Euro.

Die modernen Räumlichkeiten und Außenanlagen werden speziell auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und bieten optimale Bedingungen für ihre Betreuung und Entwicklung.

Bereits 2016 beauftragte der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie die Verwaltung, Planungen und Verhandlungen für einen Kindergartenneubau in der Innstadt aufzunehmen. Die Notwendigkeit hatte sich aus dem stetig steigenden Bedarf ergeben, den der bestehende Kindergarten St. Severin schlicht nicht mehr bedienen konnte. Schwierig gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Standort. Zur Debatte standen Flächen an der Göttweiger Straße und am Innstadtkellerweg, der Park & Ride-Parkplatz zwischen der Kapuzinerstraße und dem Innstadtbahnhofweg, der Bolzplatz zwischen der Wiener Straße und der Freinberger Straße und ein Teil des Areals Landbauamtsgarten am Neutorgraben. All diese Örtlichkeiten wurden eingehend auf ihre Eignung geprüft, wobei sich die letztgenannte Variante als Favorit herauskristallisierte. Auf dieser Basis sprach sich auch der Stadtrat im Februar 2022 final für diesen Standort aus.

Entsprechend der Kindergartenbedarfsplanung hat sich der Bedarf an Betreuungsplätze für Kinder in der Innstadt deutlich erhöht. Die Kapazitäten des bestehenden Kindergartens in diesem Stadtteil können nicht weiter ausgebaut werden. Aus diesem Grund war ein Neubau erforderlich, um der hohen Nachfrage gerecht werden zu können.

Die Bedarfsplanung im Herbst 2023 konnte Zahlen von 464 bewilligten Krippen- und 1.625 Kindergartenplätzen bei einer Belegung durch 1.846 Kinder ermitteln. Hierzu muss jedoch berücksichtigt werden, dass sich die Kindergärten für die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren geöffnet haben. Diese U3-Kinder belegen rein rechnerisch 2 Kindergartenplätze. Auch die zahlenmäßig zwischenzeitlich auf knapp 60 angestiegenen Inklusionskinder in den Regeleinrichtungen bedeuten, dass rein rechnerisch mehr Plätze belegt sind.

Durch die gestiegene Kinderanzahl in den Einrichtungen sind inzwischen auch die Ausgaben im Kita-Bereich auf jährlich rund 23 Mio. Euro angewachsen, bei einer kommunalen Netto-Belastung von rund 11 Mio. Euro.

Die Geburtenzahlen in der Stadt Passau haben in den letzten fünf Jahren durchschnittlich jährlich 425 betragen. Laut statistischen Prognosen soll sich in den westdeutschen Flächenbundesländern in den nächsten Jahren keine wesentliche Steigerung mehr in der Altersgruppe 0-6 Jahre ergeben. Demzufolge kann sich die Zahl zunächst voraussichtlich noch leicht erhöhen, jedoch ab Ende des Jahrzehntes leicht sinken. Bis 2035 soll sie in etwa wieder auf dem aktuellen Niveau angekommen sein. Dabei spielt aber vor allem auch die künftige Zuwanderung eine gewichtige Rolle.

Bürgermeister Andreas Rother (4. v. links) feiert gemeinsam mit dem Leiter der Kinderkrippe Fabian Albrecht (rechts), einer Delegation der Stadt Passau, den beteiligten Firmen und der Geistlichkeit die Eröffnung der neuen Kinderkrippe in der Innstadt.