Baustart der Erschließungsmaßnahme am ehemaligen Bundeswehr-Sportplatz in Kohlbruck
Vorbereitende Arbeiten als Grundlage für den Bau des neuen Bundespolizeigebäudes
08.04.2026
Die Stadt Passau hat kürzlich mit den Erschließungsarbeiten auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Kohlbruck begonnen. Mit dem im Januar 2024 notariell besiegelten Verkauf von rund 16.800 Quadratmetern an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wurden die Entscheidung für den neuen Bundespolizeistandort fixiert. Die Stadt schafft deshalb nun die Rahmenbedingungen.
Die Erschließungsmaßnahme ist ein weiterer Schritt für die künftige Entwicklung des Areals in Kohlbruck, das prädestiniert ist für den Neubau der Bundespolizei. Mit der unmittelbaren Nachbarschaft zur Landespolizei und zum Gemeinsamen Zentrum kann hier ein Polizeistandort entstehen, der Synergien ermöglicht und die verschiedenen Kompetenzen bündelt. Gleichzeitig sichern die verschiedenen Polizeidienststellen eine gute Polizeipräsenz in unserer Stadt, was sich nicht nur auf die objektive Sicherheitslage sondern auch auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger positiv auswirkt.
Zu den Arbeiten im Rahmen der äußeren Erschließung zählen insbesondere Kanalbauarbeiten für Schmutz- und Regenwasser einschließlich der Bau eines Regenrückhaltesystems, Pflaster- und Asphaltarbeiten sowie die Verlegung der erforderlichen Versorgungsleitungen. Zur besseren verkehrlichen Erschließung des künftigen Bundespolizeigebäudes wird an der nordwestlichen Grundstücksgrenze ein neuer Wendehammer errichtet. Der bestehende Wendehammer in der Dr.-Emil-Brichta-Straße wird zurückgebaut und durch eine angepasste Straßenführung ersetzt. Parallel zur Bauausführung verlegt die Stadtwerke Passau GmbH die notwendigen Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Telekommunikation.
Ein Teil des verwendeten Materials stammt aus dem Felsabbruch des Rad- und Fußgängertunnels durch den Georgsberg und wird im Rahmen der Erschließungsarbeiten wiederverwendet.
Die Fertigstellung der äußeren Erschließungsarbeiten ist derzeit für den 20.10.2026 vorgesehen. Die innere Erschließung sowie die spätere Errichtung der Gebäude liegen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts.
Bereits im November 2015 erfolgte die Verlegung des Sitzes der Bundespolizeiinspektion von Freyung nach Passau. Damals waren lediglich Beamte im unteren zweistelligen Bereich im Bundespolizeirevier der Dreiflüssestadt eingesetzt, das sich in Räumlichkeiten am Bahnhof befand. Die Migrationswelle hat zu dieser Zeit einen massiv erhöhten Personal- und Platzbedarf verursacht, weshalb die dann neue Bundespolizeiinspektion Passau mehrere angemietete Räumlichkeiten bezog, die bis heute genutzt werden. Nach einer schrittweisen Aufstockung des Personals arbeiten mittlerweile insgesamt über 500 Beamte in der Bundespolizeiinspektion Passau und den dazugehörigen Revieren in Landshut, Zwiesel und Freyung. Es handelt sich damit um die größte Flächeninspektion an der Südgrenze Deutschlands. Der Einsatzbereich erstreckt sich auf den gesamten Regierungsbezirk Niederbayern mit Ausnahme des Landkreises Kelheim.
