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Grenzenlos lebenswert

Radverkehrskonzept: Innbrückgasse wird probeweise für 1 Jahr verkehrsberuhigter Bereich

22.03.2021 - Regelung gilt seit Dienstag, 23.03.2021

Radfahrer

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität hat in seiner Sitzung im Februar beschlossen, zur Verbesserung für den Radverkehr, die Innbrückgasse zunächst probeweise für 1 Jahr als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. Ab Dienstag, 23.03.2021 gilt die neue Regelung. Damit wird eine weitere Maßnahme aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Passau umgesetzt.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Der Radverkehr hat im letzten Jahr erneut einen extremen Aufschwung erfahren. Ziel ist deshalb die Infrastruktur in unserer Stadt für die Nahmobilität durch den Radverkehr zu optimieren. Unser Radverkehrskonzept ist dabei ein ständig wachsendes Instrument um schrittweise Verbesserungen herbeizuführen. Wir werden die einjährige Probephase in der Innbrückgasse gut beobachten, die Auswirkungen für alle Verkehrsteilnehmer analysieren und dem Stadtrat die Ergebnisse daraus vorstellen.“

Mit der neuen Regelung können Radfahrer ab dem morgigen Dienstag von der Gottfried-Schäffer-Straße kommend über die Innbrückgasse zum Residenzplatz fahren. Gleichzeitig müssen alle Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich Schrittgeschwindigkeit fahren. Fußgänger haben auf der gesamten Strecke grundsätzlich Vorrang.

Bisher war die Innbrückgasse als unechte Einbahnstraße in Richtung Westen ausgewiesen. Der Radverkehr erfolgte im Mischverkehr, eine Durchfahrt im unteren Bereich des Innbrückbogens war bis jetzt nicht erlaubt.

Die Innbrückgasse ist Teil des Radverkehrskonzepts der Stadt Passau, das 2019 durch den Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr einstimmig beschlossen wurde. Die Gasse in der Passauer Altstadt stellt für den Radverkehr eine wichtige Achse zwischen der Hängebrücke im Norden und der Marienbrücke im Süden dar. Zunächst war als Handlungsempfehlung vorgeschlagen, hier die Einrichtung einer Fahrradstraße zu prüfen. Dies lehnte die Polizeiinspektion Passau jedoch mit der Begründung ab, dass mit gleichzeitiger Beibehaltung des Kraftfahrverkehrs vom Residenzplatz zur Marienbrücke die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könnte.

Als Alternative hierzu wurde die Einrichtung eines verkehrsberuhigen Bereichs von der Polizei befürwortet, um die Gefahr eines Verkehrsunfalls deutlich zu minimieren.

Das Fahrrad spielt im Verkehrssystem der Zukunft eine wichtige Rolle. Es weist hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit, der Klimaverträglichkeit, des sparsamen Flächenverbrauchs, des Beitrags zur Lebensqualität in den Städten und Gemeinden, den Kosten für die Nutzerinnen und Nutzer und für die öffentliche Hand bedeutende Vorteile auf. Das Radverkehrskonzept für die Stadt Passau dient in erster Linie dem Ziel, den Radverkehr zu fördern und den Anteil Radfahrender sowie die Sicherheit beim Radfahren spürbar zu erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau einer anforderungsgerechten Infrastruktur zum Radfahren, die insbesondere auch die Topografie innerhalb der Stadt und auf den Verbindungen zu den Nachbarorten sowie das Miteinander von Fuß- und Radverkehr entlang der Flüsse und in der Altstadt berücksichtigt. Dabei ist es jedoch kein starres Konzept, vielmehr soll es verändert und weiterentwickelt werden können.

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