english français

Grenzenlos lebenswert

Donauwerker GmbH bietet psychisch kranken Menschen eine Perspektive

30.08.2011 - Psychisch kranken Menschen mit einer Arbeit wieder eine Perspektive zu geben und wieder an ein geregeltes Leben heranzuführen, das sind die erklärten Ziele der gemeinnützigen „Donauwerker GmbH“. Gesellschafter sind die Lebenshilfe Passau und der Regensburger Verein „re-tex“. „Diese Einrichtung stellt eine sinnvolle Ergänzung für das Arbeitsplatzangebot in der Stadt dar. Desweiteren ist sie der

Psychisch kranken Menschen mit einer Arbeit wieder eine Perspektive zu geben und wieder an ein geregeltes Leben heranzuführen, das sind die erklärten Ziele der gemeinnützigen „Donauwerker GmbH“. Gesellschafter sind die Lebenshilfe Passau und der Regensburger Verein „re-tex“.

„Diese Einrichtung stellt eine sinnvolle Ergänzung für das Arbeitsplatzangebot in der Stadt dar. Desweiteren ist sie der Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit und den freien Trägern,“ so Oberbürgermeister Jürgen Dupper.

Bei einem Termin vor Ort schaute Oberbürgermeister Jürgen Dupper hinter die Kulissen dieses Betriebs. Die beiden Geschäftsführer, Helmut Endl und Thomas Hofbrückl,  erläuterten die Aufgaben und auch die Probleme, mit denen Menschen mit psychischen Erkrankungen im Arbeitsleben zu kämpfen haben.

In zwei verschiedenen Projekten und unter Anleitung von entsprechenden Fachkräften werden die psychisch kranken Menschen unterstützt. Das Jobcenter Passauer Land und die Agentur für Arbeit erhoffen sich damit für „Hartz 4“–Empfänger mit wesentlichen Vermittlungshemmnissen eine Heranführung an eine geregelte Arbeit. So sollen die derzeit 16 Teilnehmer/innen aus der Stadt und dem Landkreis Passau lernen, pünktlich und regelmäßig zu erscheinen, mit anderen in einer Gruppe zu arbeiten, Regeln einzuhalten und einfache Montagearbeiten zu verrichten.

Am Ende der Maßnahme, die in der Regel ein halbes Jahr dauert, sollen die Teilnehmer selbst, aber auch deren Arbeitsvermittler mehr Klarheit über eine mögliche künftige Verwendung am Arbeitsmarkt erhalten. Erste Vermittlungserfolge in ein anschließendes Arbeitsverhältnis zeigen die positive Wirkung dieser Maßnahme.

Beim so genannten Zuverdienst-Projekt erhalten Menschen mit psychischen Einschränkungen, die bereits eine Erwerbsunfähigkeitsrente aufgrund ihrer Krankheit  beziehen, die Möglichkeit, durch diese Beschäftigung zum einen mehr Geld im Monat zur Verfügung zu haben und zum anderen einer sinnvollen und befriedigenden Beschäftigung nachgehen zu können. Gerade die immer größeren Anforderungen in den Firmen des ersten Arbeitsmarktes macht es vielen Menschen nicht mehr möglich in dem System Schritt zu halten. Sie werden arbeitsunfähig und kön-nen sich in den „regulären“ Arbeitsprozess nicht mehr eingliedern.

Daher ist es den Verantwortlichen der Donauwerker GmbH ein Anliegen, bei der Akquirierung von Aufträgen Tätigkeiten zu erhalten, die einerseits vielfältig, auf der anderen Seite auch bei Zeitvorgaben von den eingeschränkten Arbeitnehmern zu schaffen sind. „Derzeit ist es aber noch nicht möglich, mit den Aufträgen die Löhne zu erwirtschaften“, beklagen die beiden Geschäftsführer. Neben der Herstellung von Holzbeladungen für Modelleisenbahnen werden vor allem Plastikteile, wie z.B. Nagelschellen oder Kabelabdeckungen, gezählt und verpackt. Von Vorteil wäre es, wenn sich noch mehr Aufträge von regionalen Firmen in der Montage, Verpa-ckung oder Kuvertierung finden würden. Leider konkurriert man mit diesen Aufträgen inzwischen auch mit östlichen und asiatischen Ländern, die selbst die geringen Löhne bei derartigen Projekten unterbieten.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper versprach, sich bei entsprechenden Firmen in der Region für geeignete Aufträge ein zu setzen. Er zeigte sich beeindruckt von dem vorhandenen Leistungsvermögen bei entsprechender Betreuung. Neben einem Anleiter stehen den Teilnehmern der Projekte auch zwei Sozialpädagoginnen für die qualifizierte Betreuung und Begleitung zur Verfügung.

Donauwerker GmbH

im Bild v.l. Franco Anetzeder, Thomas Hofbrückl (Geschäftsführer Donauwerker GmbH), Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Sonja Kinateder (Sozialpädagogin), Helmut Endl (Geschäftsführer Donauwerker GmbH), Hubert Werner 

 

Zurück nach Oben