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Grenzenlos lebenswert

Deutsch-Österreichische Grenzkommission tagt in Passau

13.06.2012 - Die Deutsch-Österreichische Grenzkommission hat für ihr diesjähriges Zusammentreffen Passau als Tagungsort ausgewählt. Oberbürgermeister Jürgen Dupper freute sich, die Teilnehmer der beiden Delegationen heute im Kleinen Rathaussaal begrüßen zu dürfen. Einvernehmlich geregelte und urkundlich gesicherte Grenzen sind eine der Grundvoraussetzungen für gutnachbarschaftliche Beziehungen. Dieser

Die Deutsch-Österreichische Grenzkommission hat für ihr diesjähriges Zusammentreffen Passau als Tagungsort ausgewählt. Oberbürgermeister Jürgen Dupper freute sich, die Teilnehmer der beiden Delegationen heute im Kleinen Rathaussaal begrüßen zu dürfen.

Einvernehmlich geregelte und urkundlich gesicherte Grenzen sind eine der Grundvoraussetzungen für gutnachbarschaftliche Beziehungen. Dieser Leitspruch hat selbstverständlich auch für die Bundesaußengrenzen Gültigkeit.

Auf Grundlage des Vertrags vom 29. Februar 1972 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich über die gemeinsame Staatsgrenze kommen die Mitglieder der Ständigen Deutsch-Österreichischen Grenzkommission heuer am 13. Juni 2012 zu einer dreitä-gigen Tagung in der Stadt Passau zusammen. Die Kommission kommt jedes Jahr wechselweise für drei Tage auf deutschem und österreichischem Staatsgebiet zusammen.

Am Verhandlungstisch sitzen sich insgesamt 15 offizielle Mitglieder der Delegationen beider Staaten sowie weitere Experten bis Freitag im Kleinen Rathaussaal gegenüber.

Die deutsche Delegation wird vom Auswärtigen Amt durch den Vortragenden Legationsrat erster Klasse Heinz Wilhelm geleitet. Daneben gehören Vertreter des Bundesinnenministeriums, des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie, der Bayerischen Staatskanzlei, des Bayerischen Innen- und Finanzministeriums sowie des Landesamts für Vermessung und Geoinformation zur deutschen Abordnung.

Der Leiter der österreichischen Delegation ist Hofrat Helmut Meissner vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. Ihn begleiten Delegierte vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend in Wien, vom österreichischen Bundesinnenministerium, vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, sowie Vertreter der Salzburger und der Tiroler Landesregierungen sowie auch der Bezirkshauptmann von Bregenz.

Aufgabe der deutsch-österreichischen Grenzkommission ist es unter anderem, den Verlauf und die Vermarkung der 818 km langen gemeinsamen Staatsgrenze turnusmäßig zu überwachen und dafür zu sorgen, dass die Grenzzeichen instand gehalten und ggf. erneuert werden, ferner dass gefährdete Grenzzeichen auf sichere Stellen versetzt werden und der Verlauf der Staatsgrenze auf Brücken, in Tunneln und sonstigen Bauten vermarkt und geodätisch gesichert wird.

Die Arbeiten vor Ort werden von je einer technischen Gruppen des Landesamts für Vermessung und Geoinformation in München (unter Mithilfe eines staatlichen bayerischen Vermessungsamts) sowie vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien durchgeführt.

Mit der Prüfung und Genehmigung der technischen Unterlagen, welche anlässlich der turnusmäßig vorgenommenen Vermessungen und Vermarkungen erstellt werden, schafft die Grenzkommission die Voraussetzung, dass beide Länder auf einen bilateral anerkannten, inhaltlich gleichen technischen Datenbestand bezüglich ihrer gemeinsamen Grenze zurückgreifen können. In diesem Zusammenhang werden die Grenzurkundenwerke alljährlich auf den aktuellen Stand gebracht.

Deutsch-Österr. Grenzkommission
Oberbürgermeister Jürgen Dupper (mitte) mit den Delegationsleitern Vortragender Legationsrat erster Klasse Wilhelm Heinz (links) und Hofrat Helmut Meissner (rechts)
Deutsch-Österreich. Grenzkommission Grenzstein
Grenzstein 1 in Achleiten auf dem Kräutlstein in der Donau, im Hintergrund die Kräutlsteinbrücke

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