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Grenzenlos lebenswert

Kostenschätzung für Umgestaltung Ortspitze liegt vor

04.07.2019 - Behandlung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am Mittwoch, 10.07.2019

Dreiflüsseeck von vorne

Im Rahmen des vom Stadtrat beschlossenen Innenstadtentwicklungskonzepts 2030 (IEK) wurden verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung und Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt untersucht und teilweise bereits umgesetzt. Die Möglichkeit einer Umgestaltung der Ortspitze wurde in diesem Zug ebenso geprüft und im März dieses Jahres dem Stadtrat vorgestellt. Es wurde der Beschluss gefasst, die Verwaltung zu beauftragen, die vorgestellte Planung weiter auszuarbeiten und eine Entwurfsplanung zu erstellen, auf deren Basis eine detaillierte Kostenschätzung unter Berücksichtigung der äußerst schwierigen Baustellenabwicklung erarbeitet werden kann.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Für die Pläne der Ortspitzenumgestaltung haben wir viele innovative Ideen zusammengetragen. Die Prüfung der Realisierbarkeit hat jedoch immer wieder zu dem Ergebnis geführt, dass die bestehenden Voraussetzungen an dieser exponierten Stelle einen außerordentlichen Aufwand in praktischer aber auch finanzieller Hinsicht nach sich ziehen würden. Vor diesem Hintergrund aber auch aufgrund der Tatsache, dass es aktuell diverse andere Herausforderungen zu bewältigen gilt, ist nicht der richtige Zeitpunkt, für die Umsetzung dieser Pläne.“

Mittlerweile liegen die geforderten Kostenschätzungen für die einzelnen, abgestuften Varianten vor. Da diese den geplanten Rahmen um ein Vielfaches übersteigen und eine Realisierung mit einem enormen logistischen Aufwand verbunden wäre, schlug die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr in seiner Sitzung am Mittwoch, 10.07.2019 vor, die Planungen nicht weiter zu verfolgen.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Realisierung von Maßnahmen im Bereich der Ortspitze wie z. B. Sitzstufen, Liegeflächen, Kinderspielplatz, Strand, Wegverschwenkung nicht unerhebliche Fragen und Probleme mit sich bringt. Insbesondere stellen die Baustellenabwicklung, der Baustellenverkehr und auch die ständig wechselnden Wasserstände nicht zu vernachlässigende Hürden dar. So müsste beispielsweise ein Großteil der Arbeiten zur Befestigung des Uferbereichs wasserseitig erfolgen. Auch der Abtransport von Abtragungsmaterial bzw. die Anlieferung von Baustoffen etc. wäre über die schmalen Altstadtgassen kaum durchführbar und müsste ebenfalls durch ein Schiff erfolgen.

Die Prüfung dieser Faktoren hat nun ergeben, dass die Umsetzung der Maßnahme enorme Kosten in Höhe von rd. 2 Mio. Euro verursachen würde. Unter Berücksichtigung der vorherrschenden Umstände wurden auch abgestufte Varianten geprüft. Doch selbst bei einer kleineren Lösung würden Gesamtkosten in Höhe von rd. 1,3 Mio. Euro entstehen. Die Stadt Passau könnte mit einer ca. 50 %igen Förderung kalkulieren, würde aber dennoch den Rest aus Eigenmitteln finanzieren müssen.

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