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Grenzenlos lebenswert

Wirtschaftshilfen und Sofortprogramme

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus (2019-nCoV) hat auch massive Auswirkungen auf die Wirtschaft in Passau und der Region. Um die Liquidität von betroffenen Betrieben und Unternehmen zu sichern, haben die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung ein umfangreiches Hilfspaket für die Wirtschaft auf den Weg gebracht.

„Corona-Rettungsschirm“ von Bund und Freistaat Bayern:

Die wichtigsten Maßnahmen:

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Mit diesem Programm unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Lehrbetriebe in allen Bereichen der Wirtschaft und ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen, die aufgrund von COVID-19 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind. Die Regierungsparteien stellen für die Maßnahmen bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich bereit. 

Das neue Bundesprogramm umfasst fünf Maßnahmen. Es gibt eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus, die Vermeidung von Kurzarbeit, die Auftrags-/Verbundausbildung und eine Übernahmeprämie.
Weitere Informationen, auch zur Antragsberechtigung, sind hier zu finden: https://www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html 

Unternehmen müssen die Förderung bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen.
Den Antrag finden Sie unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

Corona-Überbrückungshilfen

Wie das Bayerische Wirtschaftsministerium bekannt gibt, hat der Bund den Weg für die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Betriebe freigemacht. Unternehmen können über ihre Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer Leistungen von bis zu 150.000 Euro für die Monate Juni bis September beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass der Umsatz im April und Mai im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 60 Prozent zurückgegangen ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat für bis zu drei Monate. Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt der Erstattungsbetrag maximal 3.000 Euro pro Monat für bis zu drei Monate, bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten maximal 5.000 Euro pro Monat für bis zu drei Monate. Die Anträge müssen bis spätestens 30. September gestellt werden. Die Abwicklung für Anträge aus Bayern läuft über die IHK für München und Oberbayern. Das Verfahren läuft rein digital ab. 

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer können sich unter http://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren und die Anträge einreichen. 

Alle Informationen zur Überbrückungshilfe und den Antragsbedingungen sind online verfügbar unter:

Soforthilfe Corona

Nach der Bayerischen Staatsregierung hat auch die Bundesregierung ein Soforthilfeprogramm für Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe, Forst- und Landwirtschaft sowie Unternehmen aufgelegt. 

Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die wirtschaftlich und damit am Markt tätig sind,
  • Unternehmen der Landwirtschaft inklusive der landwirtschaftlichen Primärerzeugung,
  • im Haupterwerb Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe,
  • Körperschaften des Non-Profit-Sektors, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe unternehmerisch tätig sind (z.B. Schullandheime, Bildungseinrichtungen, Tierheime, Vereine mit Gastronomiebereichen (Cafés, Vereinsgaststätten), Weltläden, Theatervereine, Jugendzentren, Reha-Sportvereine, Pflegeeinrichtungen oder Frauenhäuser)

Körperschaften des Non-Profit-Sektors und landwirtschaftliche Unternehmen in der Primärproduktion mit mehr als 10 Beschäftigten können ebenso Anträge auf bayerische Soforthilfe stellen. 

Voraussetzung für einen Antrag in Bayern ist eine im Freistaat angesiedelte Betriebs- oder Arbeitsstätte. 

Ab sofort sind Anträge nur noch digital über ein Antragsportal möglich. Der Link ist hier auf der Seite des Wirtschaftsministeriums zu finden.

!Achtung!: Anträge, die per PDF oder per Post an die Bewilligungsbehörden gesendet werden, werden ab sofort nicht mehr bearbeitet. 

Sämtliche weitere Informationen sind auf der Seite des Wirtschaftsministeriums zu finden: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Häufig gestellte Fragen zur Soforthilfehttps://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/faq/

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Passau stehen selbstverständlich auch weiterhin beratend zur Verfügung.  

Neben dieser Soforthilfe bietet die bayerische Regierung noch weitere Unterstützungsangebote an:

  1. Liquiditätshilfen der LfA Förderbank Bayern

    Die Staatsregierung wird den Bürgschaftsrahmen für die LfA Förderbank auf 500 Mio. Euro erhöhen. Mit dieser Erhöhung des Bürgschaftsrahmens durch den Freistaat kann die LfA Förderbank zusammen mit den Hausbanken mehr Kredite zur Liquiditätssicherung bereitstellen. Auch die Bürgschaftsbank Bayern wird gestärkt, um ihre mittelständischen Kunden noch besser unterstützen zu können. Der Freistaat übernimmt einen größeren Haftungsanteil und entlastet dadurch das Risiko der Hausbanken. All dies soll es den Hausbanken ermöglichen, ihre mittelständischen Kunden verantwortungsvoll durch die Krise zu begleiten. Damit stellt Bayern neben der KfW des Bundes eine eigenständige Schutzmaßnahme für kleine und mittlere Unternehmen bereit. Unternehmen, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank, bei der die LfA-Kredite beantragt und ausbezahlt werden. 
    Eine Übersicht über die Förderprogramme finden Sie hier.

    LfA-Schnellkredit "Corona"

    Eckpunkte:

    • für Betriebsmittel und Investitionen
    • 100% Risikoübernahme durch den Freistaat Bayern, keine Risikoprüfung
    • Darlehenshöchstbetrag für Unternehmen bis 5 Mitarbeiter: 50.000 EUR
    • Darlehenshöchstbetrag für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter: 100.000 EUR
    • maximal in Höhe von 3 Monatsumsätzen 2019
    • Zinssatz 3%
    • Voraussetzung: Das Unternehmen hat zuletzt Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre.

    Die Beantragung und Auszahlung erfolgt für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern unter Berücksichtigung der geltenden Förderbedingungen über die jeweilige Hausbank.

    KfW-Schnellkredit "Corona"

    Über die Hausbank kann ein KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern beantragt werden.Eckpunkte:

    • Für Anschaffungen und laufende Kosten
    • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
    • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
    • Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos
    • Beantragung über die Hausbank

    Weitere Infos u.a. zur Antragsberechtigung finden Sie im Merkblatt und unter: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/

    Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

    Für langfristige Konsolidierung und Umschuldung stehen der Universalkredit, der Akutkredit und der Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA sowie weitere Bürgschaftsprogramme u.a. von der Bürgerschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Tilgungsaussetzung und Stundung von bestehenden Krediten.
    Weitere Informationen unter: https://lfa.de/website/de/aktuelles/_informationen/Coronavirus/index.php oder telefonisch unter 089/2124 1000

    Bayernfonds / Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

      Die Bundesregierung hat einen großvolumigen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) auf den Weg gebracht: Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit einem Umfang von 600 Milliarden Euro bietet Unternehmen und Start-Ups bei Vorliegen der allgemeinen Antragsvoraussetzungen Unterstützung durch Garantien und Eigenkapitalhilfen, um die Krise erfolgreich zu bewältigen.
      Damit beseitigt er Liquiditätsengpässe, unterstützt die Rekapitalisierung am Kapitalmarkt und stärkt die Kapitalbasis von Unternehmen.

      Der „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ besteht aus

      • 400 Milliarden Euro Staatsgarantien für Verbindlichkeiten
      • 100 Milliarden Euro für direkte staatliche Beteiligungen
      • 100 Milliarden Euro für Refinanzierung durch die KfW
      Informationen zu Antragsvoraussetzungen und Antragstellung sowie die Möglichkeit der Anmeldung für einen WSF-Newsletter finden Sie in Kürze hier.
      Der Freistaat will durch ein neu zu gründendes Sondervermögen „BayernFonds“ in Höhe von 20 Milliarden Euro insbesondere Unternehmen mittlerer Größe vor ungeplanten Übernahmen schützen. Mit Hilfe dieses Instruments wird sich der Freistaat an Unternehmen vorübergehend beteiligen können. Damit erhalten Unternehmen, die vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes nicht erfasst werden, eine Möglichkeit zur sicheren Kapitalbeschaffung.
      Die Verwaltung des Fondsvermögens wird eine neu zu gründende Finanzagentur BayernFonds übernehmen. Die Unternehmensbeteiligungen werden je nach Situation von der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft oder der LfA Förderbank gemanagt.
      Ein entsprechendes Gesetz ist in Vorbereitung. 
  2. Steuererleichterungen und Beratung IHK Niederbayern

    Der Antrag der bayerischen Finanzämter umfasst die Beantragung einer zinslosen Steuerstundung um drei Monate.  Diese kann nach Ablauf der drei Monate bei Bedarf erneuert werden. Zum anderen kann mit dem Antrag zugleich die Herabsetzung der Vorauszahlungen von Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer und die Herabsetzung des Steuermessbetrages für die Gewerbesteuer-Vorauszahlungen beantragt werden.

    Das Bundesministerium der Finanzen hat im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder FAQs ausgearbeitet, die den von der Corona-Krise betroffenen Steuerpflichtigen einen Überblick über die steuerlichen Erleichterungen geben sollen.
    Die FAQ können unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2020-04-01-FAQ_Corona_Steuern_Anlage.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    Hotline IHK Passau:

    Tel.: 0851/507-101
    E-Mail: coronavirus@passau.ihk.de

    Beratung HWK Niederbayern

    Internet: https://www.hwkno.de
    E-Mail: corona.betriebsberatung@hwkno.de

  3. Agentur für Arbeit Passau:

    Informationen zum Kurzarbeitergeld:

    Hotline: 0851/508-508
    E-Mail: passau@arbeitsagentur.de
    Internet: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

    Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. unterstützt die Beratung für Unternehmen zur Kurzarbeit. Die Ansprechpartner können unter den folgenden Links abgerufen werden:

    Grundsicherung für Kleinstunternehmen und Selbständige:

    Es werden 3 Milliarden Euro aus dem Bundesprogramm zur Grundsicherung von Selbständigen zur Verfügung gestellt. Für eine schnelle Bewilligung ist die Bedürftigkeitsprüfung erst im Nachgang vorgesehen. Zudem wird auf die Offenlegung der Vermögensverhältnisse verzichtet. Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate.
    Weiter Informationen und Antragsformulare finden Sie hier. 
  4. Corona-Verdachtsfall im Unternehmen

    Infos gibt es beim Gesundheitsamt Passau unter Telefon 0851/397 850 sowie unter der Hotline des Bayerischen Gesundheitsministeriums unter 09131/6808-5101 
  5. Corona-Erkrankungen und Quarantäne-Maßnahmen im Unternehmen

    Wenn Mitarbeiter erkranken und/oder in Quarantäne geschickt werden, greift unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz.

    Weitere Informationen sowie das Antragsformular sind hier zu finden: https://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/5g/rechtsfragen/entschaedigung_ifsg/index.php

  6. Corona und Minijobber

    Die einzige Möglichkeit, die finanzielle Belastung die aufgrund von Minijobbern in den Betrieben auftreten abzufedern, ist die Möglichkeit der Stundung der Sozialversicherungsbeiträge bei der Minijobzentrale: https://blog.minijob-zentrale.de/2020/03/25/corona-unbuerokratische-hilfe-fuer-minijob-arbeitgeber-bei-zahlungsrueckstaenden/

    Eine Ausweitung der Kurzarbeit auf Minijobber und Auszubildende ist bisher nicht erfolgt. 

  7. Förderung von Beratungskosten

    Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberufler können einen Antrag für Beratungen bis zu einem Beratungswert von 4 000 EUR stellen, der ohne Eigenanteil gefördert wird. Der Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt und das antragsberechtigte Unternehmen von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet.
    Weitere Infos zur Förderung: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html
  8. Videohilfen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)

    Unter folgendem Link finden sich Erklärungsvideos der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbW): https://www.youtube.com/playlist?list=PLWrz_tWJPT7kCfmhZvXFPvO9yYHJUfr8J

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