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Grenzenlos lebenswert

Kinder, Schulen und Kitas

Schulen:

Die Bayerische Staatsregierung hat am 05.05.2020 beschlossen, dass eine weitere schrittweise Ausweitung des Präsenzunterrichts erfolgen soll.

Für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts werden folgende Zeitpunkte angestrebt:

  • Ab 11.05.2020 soll der Präsenzunterricht für die „Vorabschlussklassen“ der weiterführenden Schulen (Gymnasium: 11. Klasse / Realschule: 9. Klasse / Mittelschule 8. Klasse) sowie für die 4. Klasse Grundschule beginnen.
  • Ab 18.05.2020 soll der Präsenzunterricht beginnen für
    • Grundschule: 1. Klasse
    • Mittelschule: 5. Klasse
    • Realschule: 5. und 6. Klasse
    • Gymnasium: 5. und 6. Klasse
  • Nach den Pfingstferien ist Ziel die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für alle weiteren Jahrgangsstufen im wöchentlichen Wechsel. 

Das Abstandsgebot kann in den Klassenräumen am besten durch geteilte Lerngruppen umgesetzt werden. Dazu ist – je nach konkreter Situation vor Ort – in aller Regel ein gestaffelter Unterrichtsbetrieb im wöchentlichen Wechsel der Gruppen (d. h. im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Unterricht zuhause) anzustreben. Wochenenden und Ferien bleiben unangetastet.

Weitere Informationen unter https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/6964/so-geht-es-an-den-schulen-in-bayern-weiter.html

ÖPNV

Seit 11.05.2020 gilt der reguläre Fahrplan auf allen Linien. Die Zusatzbusse („E-Busse“) im Schülerverkehr der weiterführenden Schulen fahren zu den gewohnten Zeiten. Zusätzlich werden Busse ab Schulzentrum und ASG zum vorgezogenen Unterrichtsende um 11:10 und 12:05 eingesetzt. In Verkehrsmitteln sowie in Einrichtungen des öffentlichen Nahverkehrs gilt bis auf Weiteres die Maskenpflicht.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Notbetreuung an Kindertagesstätten und Schulen:

Die Betretungsverbote in Kindertageseinrichtungen und Großtagespflegestellen wurden bis einschließlich 14. Juni 2020 verlängert. Die Verlängerung der Betretungsverbote geht mit einer Ausweitung der Notbetreuung ab dem 25.05.2020 einher.

Kindertagespflege
Nach der klassischen Kindertagespflege kann nun auch die Großtagespflege ab dem 25.05.2020 wieder von allen Kindern besucht werden, die

  • keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder wenn seit dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen, und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.

Waldkindergärten
Ausgenommen von den Betretungsverboten werden sogenannte nicht gebäudebezogene Kindertageseinrichtungen (z.B. Waldkindergärten). Diese können ab dem 25.05.2020 wieder von allen Kindern besucht werden, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen. Hiervon nicht umfasst sind einzelne Teilgruppen („Waldgruppen“) einer gebäudebezogenen Kindertageseinrichtung, auch wenn diese sich vor allem im Freien aufhalten.

Ausweitung der Notbetreuung in gebäudebezogenen Kindertageseinrichtungen:

Hinweis: Bei den folgenden Gruppen kommt es für die Berechtigung zur Notbetreuung ausdrücklich nicht darauf an, ob eine Betreuung in der jeweiligen Familie sichergestellt werden könnte.

  • Vorschulkinder
    Vorschulkinder dürfen ihre Kita wieder besuchen. Ihnen soll damit der Abschied aus ihrer Einrichtung ermöglicht werden. Berechtigt sind die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 zur Einschulung an einer Grund- oder Förderschule tatsächlich angemeldet sind. Nicht erfasst sind Kinder, deren Anmeldung zur Einschulung zum Schuljahr 2020/2021 bereits möglich gewesen wäre, aber nicht vorgenommen wurde, zum Beispiel, weil diese zurückgestellt wurden.

  • Geschwisterkinder
    Kinder, die
    • mit einem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben,
    • das betreut werden darf, weil es
      • ein Vorschulkind ist, oder
      • eine Behinderung hat oder von wesentlicher Behinderung bedroht ist,
    • und die dieselbe Kindertageseinrichtung besuchen wie dieses Kind, 

    dürfen ebenfalls wieder ihre Kita besuchen. 

  • Schulkinder in den Pfingstferien
    Die Schulkinder, die bis zum Beginn der Pfingstferien den Unterricht vor Ort in der Schule und an diesen Tagen den Hort bzw. die Kindertageseinrichtung wieder besuchen dürfen, dürfen auch in den Pfingstferien die reguläre Kindertageseinrichtung besuchen. Eine Begrenzung auf Tage des Präsenzunterrichts besteht in den Pfingstferien selbstverständlich nicht.

    Eine Notbetreuung für Eltern ohne Urlaubsanspruch, wie es sie im Bereich der Schulen in den Pfingstferien gibt, findet in den Kindertageseinrichtungen nicht statt. Da anders als im Schulbereich auch nach den Pfingstferien nicht alle Kinder zum Besuch der Einrichtungen berechtigt sein werden, würden anderenfalls neue potentielle Infektionsketten geschaffen.

Notfallbetreuung kann weiterhin unter den folgenden Voraussetzungen in Anspruch genommen werden:

  • Kinder, deren Eltern in einem Bereich der kritischen Infrastrukur tätig sind:
    Lebt das Kind in einem gemeinsamen Haushalt mit beiden Elternteilen, so genügt es, wenn nur ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Eine Auflistung der Berufsgruppen, welche zur kritischen Infrastruktur zählen, kann unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php eingesehen werden.
  • Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden:
    Erwerbstätige Alleinerziehende können ihre Kinder zur Notbetreuung bringen, wenn sie aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung ihres Kindes gehindert sind. Auf eine Tätigkeit in einem Bereich der kritischen Infrastruktur kommt es dabei nicht an. 
  • Alleinerziehenden vergleichbar
    Kinder, bei denen beide Erziehungsberechtigte erwerbstätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in den jeweiligen Tätigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert sind und einer dieser Erziehungsberechtigten aufgrund beruflich veranlasster Auswärtstätigkeiten regelmäßig den überwiegenden Teil der Woche nicht im gemeinsamen Haushalt übernachten kann (z.B. Fernfahrer), sind ebenfalls zur Notbetreuung berechtigt. Auch hier gelten die gleichen weiteren Voraussetzungen wie bei Alleinerziehenden.
  • Kinder von Abschlussschüler/innen oder Vorabschlussschüler/innen:
    Auch Vor-/Abschlussschüler/-innen können ihre Kinder in der Notbetreuung betreuen lassen, wenn sie aufgrund des Besuchs des Unterrichts der Abschlussklasse an einer Betreuung gehindert sind.
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben:
    Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff SGB VIII) haben, können die Kindertageseinrichtungen wieder besuchen. Erforderlich ist ein entsprechender Nachweis der Inanspruchnahme von Erziehungshilfen, also ein Bescheid des Jugendamtes bzw. der Nachweis, dass ein Angebot im Rahmen der Erziehungsberatung in Anspruch genommen wird.
  • Kinder mit Behinderung bzw. von wesentlicher Behinderung bedrohte Kinder:
    Kinder, die einen durch Bescheid festgestellten Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, dürfen die Kindertageseinrichtungen ebenfalls wieder besuchen. Dies sind die Kinder für die gem. Art. 21 Abs. 5 Nr. 4 BayKiBiG der Gewichtungsfaktor 4,5 gewährt wird.
  • Schulkinder
    Auch Schulkinder dürfen an den Tagen, an denen sie den Unterricht vor Ort (Präsenzunterricht) in der Schule besuchen, ihr Betreuungsangebot im Hort (bzw. Haus für Kinder etc.) wieder in Anspruch nehmen. An Tagen, an den die Schulkinder im Rahmen des „Lernens zuhause 2.0“ unterrichtet werden, ist der Besuch der Einrichtungen dagegen weiterhin auf die Kinder, die auch aus anderen Gründen die Notbetreuung besuchen können, beschränkt.
  • Kinder von studierenden Alleinerziehenden bzw. solchen in Ausbildung:
    Neben den Kindern von berufstätigen Alleinerziehenden können unter den gleichen Voraussetzungen auch Kinder von alleinerziehenden Studierenden bzw. Auszubildenden künftig die Notbetreuung in Anspruch nehmen.
  • Voraussetzung ist in allen Fällen, dass das Kind nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Person betreut werden kann. Insbesondere kann das Kind aufgenommen werden, wenn der Partner aufgrund eigener Erwerbstätigkeit (auch im Home Office) die Kinderbetreuung nicht übernehmen kann und wenn der Partner zwar zuhause ist, aber bspw. aufgrund einer schweren Erkrankung die Betreuung nicht übernehmen kann. Auch volljährige Geschwister können die Betreuung übernehmen, wenn sie zur Verfügung stehen.
  • Die Kinder dürfen keine Krankheitssymptome aufweisen 
  • Die Kinder dürfen nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. es müssen seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sein und die Kinder dürfen keine Krankheitssymptome aufweisen 
  • Die Kinder dürfen keiner Quarantänemaßnahme nach der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) unterliegen.

Weitere Informationen zum Thema Notbetreuung gibt es unter: https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php.  

Die Formulare "Erklärungen zur Berechtigung einer Notbetreuung" finden Sie unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.php#Download

Die neue Handreichung des Staatsinstituts für Frühpädagogik für die Praxis der Kindertagesbetreuung kann hier abgerufen werden.

 

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