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Grenzenlos lebenswert

Erinnerung an die Jüdische Nachkriegsgemeinde in Passau

Die jüdische Nachkriegsgemeinde PassauAm 17.10.2014 wurde das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ der bildenden Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich in Passau verwirklicht. Ein runder Stahlhohlkörper mit den Symbolen der drei monotheistischen Weltreligionen, der in der Mitte den Umriss eines Engels zeigt, wurde mitten in der Passauer Fußgängerzone in den Boden eingelassen. Die Bodenintarsie soll ein Symbol für Toleranz und gegenseitiges Verstehen sein.

Eine größere Version dieser Skulptur wurde davor in Form einer Prozession zu verschiedenen Stationen in der Stadt gerollt, die sich mit diesen Weltreligionen verbinden. Für das Judentum wurde Station auf dem Europaplatz gemacht. Ganz in der Nähe befindet sich das Hotel „Deutscher Kaiser“. Dort fand zuletzt jüdisches Leben in Passau statt. In diesem Gebäude befand sich nach dem Krieg, bis Ende der 1940-er Jahre, die „Jewish Community Passau“.

Mit einer Fotoausstellung des Stadtarchives auf dem Europaplatz und Informationen von Dr. Stefan Rammer wurden die Teilnehmer der Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Engel der Kulturen“ über die Existenz der Jüdischen Nachkriegsgemeinde informiert.

Ein Artikel von Jim Tobias vom Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V. mit Fotos aus dem Stadtarchiv Passau - die im jüdischen Online-Magazin haGalil veröffentlich wurden - geben einen Einblick in dieses Stück Passauer Zeitgeschichte und erinnern an vergangenes jüdisches Leben in unserer Stadt.

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