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Grenzenlos lebenswert

Aufstellung des Bebauungsplans „Ehem. Brauereigelände an der Auerspergstraße“

11.07.2017 - Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 18.07.2017

Stadtplan

In seiner Sitzung am 18.07.2016 hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit dem Planungsgebiet „Ehem. Brauereigelände an der Auerspergstraße“ befasst.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Es ist uns wichtig, dass unsere Vorgabe zur Berücksichtigung eines Anteils für sozialen Wohnungsbau auch bei diesem Baugebiet – wie schon bei vorhergehenden Projekten - zum Tragen kommt.“

Die Verwaltung hat folgende Beschlussfassung vorgeschlagen:
Für diesen Bereich wird der Bebauungsplan „Ehem. Brauereigelände an der Auerspergstraße“, Gemarkung Haidenhof, aufgestellt. Parallel dazu wird der rechtswirksame Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan geändert. Auf dem rund 21.000 m² großen Areal der ehem. Brauerei an der Auerspergstraße und dessen unmittelbarem Umfeld, soll anstelle der bislang hier dargestellten Gewerbe- (GE) und Mischgebietsflächen (MI) nun ein „urbanes Gebiet“ (MU) im Sinne des § 6 a BauNVO dargestellt werden.

Dieser Vorschlag wurde in der Sitzung am 18.07.2017 beschlossen.

Mit diesem Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neuentwicklung des aufgelassenen Brauereigeländes geschaffen werden. Ziel ist ein verdichtetes Areal sowohl für Wohnnutzungen als auch für sonstige urbane Funktionen (wie z.B. Arbeiten, Versorgung, Bildung, Kultur, Erholung usw.). Die max. zulässigen Wohneinheiten (WE) werden auf 300 bis 350 WE begrenzt. Der erforderliche Anteil an sozialem Wohnbau wird auf 20 % der zu realisierenden Bruttogeschoßfläche festgelegt; dessen geeignete Lokalisierung erfolgt im laufenden Bauleitplanverfahren.


Zur Einhaltung der hier wesentlichen städtebaulichen Zielsetzungen wird für dieses Quartier eine auf das Baugrundstück bezogene max. zulässige Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6 und eine Geschoßflächenzahl (GFZ) von 1,5 festgesetzt.
Die Einhaltung der erforderlichen Immissionswerte ist durch entsprechende Festsetzungen zur Bebauung sicher zu stellen und deren Geeignetheit im Bauleitplanverfahren durch entsprechende Untersuchungen durch ein Fachbüro nachzuweisen.
Ebenso sind die Anforderungen an den ruhenden wie fließenden Verkehr (Straßenausbau, Zufahrten, Stellplätze usw.) in der Planung zu berücksichtigen und deren Geeignetheit sowie Verträglichkeit durch entsprechende Untersuchungen eines Fachbüros im Verfahren darzulegen.
Die konkrete Durchmischung des geplanten urbanen Gebietes (MU) von Wohnen und sonstigen urbanen Nutzungen wird im Bebauungsplan festgelegt.

Die Sicherung der städtebaulichen Ziele wird – soweit die Festsetzungen des Bebauungsplanes hierfür nicht ausreichend sind – im Rahmen eines entsprechenden städtebaulichen Vertrages / Erschließungsvertrages geregelt.

Die Verwaltung soll außerdem beauftragt werden, die Bauleitplanverfahren einzuleiten und insbesondere mit der auf dieser Grundlage vom Investor weiter auszuarbeitenden Planung die Öffentlichkeit als auch die Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange frühzeitig an den Bauleitplanungen zu beteiligen.

Damit die wesentlichen städtebaulichen Ziele eingehalten bzw. sichergestellt werden können, erfolgt eine konkrete Fixierung der im Beschlusstext aufgeführten Nutzungszahlen bzw. Erfordernisse.

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