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Grenzenlos lebenswert

Verbesserung an der Einmündung Georg-Philipp-Wörlen-Straße in die B 12

04.07.2019 - Stadt Passau strebt Probephase für Neumarkierung des Abbiegebereichs an

Maßstab: 1 : 1000
Einmündung Georg-Philipp-Wörlen-Straße in die B 12 - Markierungsplan

Die verkehrlichen Verhältnisse an der Einmündung der Georg-Philipp-Wörlen-Straße in die B 12 sind aufgrund vieler verschiedener Gegebenheiten problematisch. Nach mehreren Diskussionen und Untersuchungen hat sich nun der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr in seiner Sitzung am Mittwoch, 10.07.2019 erneut damit befasst. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, das Staatliche Bauamt per Beschluss zu bitten, trotz deren Bedenken, eine bereits untersuchte Markierungsvariante als Sofortmaßnahme zumindest probeweise für ein Jahr umzusetzen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Dass bei dem genannten Kreuzungsbereich eine problematische und vor allem gefährliche Verkehrssituation vorliegt, ist unstrittig. Zudem wurde nicht nur von der Unfallkommission sondern auch von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern bescheinigt, dass es sich bei dieser Stelle um einen Unfallschwerpunkt handelt. Daher ist es aus unserer Sicht unumgänglich, hier Maßnahmen zu ergreifen, die schnell für eine Verbesserung sorgen und zu einer sicheren Anbindung an die B 12 führen.“

Die von der Stadt favorisierte Lösung (siehe angefügten Plan) umfasst eine geänderte Straßenmarkierung, die u. a. die stadtauswärtsführende rechte Fahrspur in eine Rechtsabbiegespur in die Georg-Philipp-Wörlen-Straße umwandelt. Damit müssten die Linksabbieger aus der Georg-Philipp-Wörlen-Straße nur noch eine Fahrbahn queren. Den Rechtsabbiegern aus der Georg-Philipp-Wörlen-Straße würde dadurch eine eigene Einbiegespur zur Verfügung stehen. Zusätzlich würden sich die Änderungen auch positiv auf die Kreuzung Bayerwaldstraße/B 12 (Anschluss Sieglgut) auswirken, da auch hier die beiden Stadtauswärtsspuren auf eine Fahrspur verengt werden könnten.

Obwohl die Überholstrecke auf der B 12 dadurch deutlich verkürzt werden würde, bestünde dennoch die Möglichkeit, im unteren Streckenabschnitt der B12 langsame Fahrzeuge überholen zu können. In der Gesamtabwägung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit des Knotenpunktes sollte diese Sofortmaßnahme in einem ersten Schritt probeweise für ein Jahr getestet werden.

Das betroffene Straßenstück fällt in die Zuständigkeit des Staatlichen Bauamts. Der unsichere Kreuzungsbereich wurde bereits mehrfach u. a. im Verkehrsentwicklungsplan und in der Arbeitsgruppe „Passauer Raum“ thematisiert. Zuletzt haben das Staatliche Bauamt und die Stadt Passau 2016 gemeinsam eine Studie zu möglichen Verkehrsverbesserungsvarianten in Auftrag gegeben. Daraufhin wurde vereinbart, eine höhenfreie Anbindung der Georg-Philipp-Wörlen-Straße mittels einer Unterführung unter der B 12 für die Linksabbieger in die B 12 als mittel- bis langfristige Lösung weiter zu verfolgen. Für den Bau einer Unterführung ist jedoch eine aufwendige naturschutzfachliche Untersuchung sowie ein langwieriges Planungs- und Genehmigungsverfahren erforderlich. Als kurzfristige Maßnahme wurde der Stadt Passau deshalb vorgeschlagen, das Linksabbiegen von der Georg-Philipp-Wörlen-Straße in die B 12 zu unterbinden und diesen Verkehr über die bereits vorhandene Überführung in Kastenreuth zu leiten. Dies hätte allerdings zur Folge, dass die Alte Straße und die Wilhelm-Niedermayer-Straße mit zusätzlichem Verkehr belastet werden würde. Außerdem wäre diese Umleitung kontraproduktiv zu den bisher seitens der Stadt Passau ergriffenen Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung für diese Straßenabschnitte.

Der Vorschlag an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr lautete deshalb, das Staatliche Bauamt zu bitten, trotz deren Bedenken die in der Studie von 2016 untersuchte Markierungsvariante als Sofortmaßnahme, zumindest probeweise, für ein Jahr umzusetzen. Erst im Anschluss daran sollte entschiedenen werden, ob die aufwändigen und kostenintensiven naturschutzfachlichen Untersuchungen für die große Lösung mit einer Unterführung in Auftrag gegeben werden sollen.

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