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Grenzenlos lebenswert

Oberhaus-Aufzug ist in Betrieb

21.09.2017 - Feierliche Eröffnung mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper

Bild v.r.: Stadtrat Siegfried Kapfer, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Günther Hutterer (Hochbauamt), Bgm. Erika Träger, Regierungspräsident Rainer Haselbeck, OB Jürgen Dupper, Bgm. Urban Mangold, Stadtrat Markus Sturm, Kulturreferent Dr. Bernhard Forster, Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold
Einweihung Aufzug Oberhaus

Der Personenaufzug zur Steigerung der Attraktivität des Oberhausareals ist fertig. Bei einer Feierstunde zerschnitt Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Beisein von Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Vertretern des Stadtrats, der Verwaltung sowie der beteiligten Planungs- und Baufirmen das Eröffnungsband und markierte damit den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahme.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Der Aufzug ist ein wesentlicher Bestandteil des Rahmenplans Oberhaus, den wir 2015 zur Aufwertung des Oberhausareals und zur Optimierung der Anbindung an die Innenstadt aufgestellt haben. Dass die Besucher nun barrierefrei vom Parkplatz beziehungsweise Aussichtspunkt in den Burginnenhof und zurück gelangen können, stellt eine wesentliche Attraktivitätssteigerung dar. Mein Dank gilt den ausführenden Kräften ebenso wie dem Bund und der Regierung von Niederbayern, die die Stadt Passau bei dem Projekt finanziell unterstützen.“

Bevor mit den unmittelbaren Arbeiten für die Aufzugsanlage begonnen werden konnte, galt es zunächst, die Abdichtung des Ravelinkellers herzustellen und die historischen Wände zum so genannten Bärengraben zu sanieren und zu sichern. Hierfür wurde die Maueroberkante freigelegt und mit speziellen Tonmatten abgedichtet. Eine zusätzliche Sickerung leitet künftig das Niederschlagswasser vom Mauerbestand weg.

Die ersten Arbeiten für den Aufzug bestanden darin, zwei Durchbrüche in den Decken der übereinanderliegenden Ravelinkeller herzustellen. Hierzu wurden die Gewölbe mit Gerüsten unterfangen, um dann die Löcher, durch die der Aufzug führen wird, ausbrechen und einen Kranz aus Stahlbeton einbauen zu können.

Als nächster Schritt wurde ein Schacht mit einem Durchmesser von 5 Metern senkrecht in den Felsen geschlagen. Von der Sohle des unteren Ravelinkellers bis zur Sohle der Unterfahrt entspricht dies einer Tiefe von rund 11 Metern. Im Inneren dieses runden Schachtes erfolgte die Betonierung des eigentlichen Aufzugschachts, der bis zur Sternwarte führt. Für den Zugang zum Burginnenhof wurde ein kurzer Tunnel mit einer Länge von zirka 8 Metern in den bestehenden Felsen gebohrt und gefräst.

Die Elektro- und Abwasserinstallationen sowie die erforderlichen Arbeiten zur Anbindung des Aufzuges an die vorhandene Infrastruktur folgten in einem nächsten Schritt. Dazu gehörten rollstuhlgerechte Wege zum Aufzug im Bereich des Burginnenhofs und des Parkplatzes sowie Vorkehrungen in den Bereichen Beleuchtung, Tore, Handläufe und Absturzsicherung.

Sämtliche Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. An den Kosten in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro beteiligt sich der Freistaat Bayern im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms und der Städtebauförderung.

Im Zuge des Rahmenplans Oberhaus wurden von der Stadt Passau bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Neben der Schaffung eines Zugangs zum Aussichtspunkt Wassertörlschanze, dem Bau neuer Parkplätze und der abschnittsweisen Verwirklichung eines naturschutzfachlichen Konzeptes galt insbesondere die Reaktivierung des Restaurants als einer der zentralen Aspekte zur Aufwertung des Geländes. Eine direkte Verbindung zwischen der Gaststätte und der beliebten Aussichtsplattform konnte durch die Errichtung einer Stahltreppe hergestellt werden.

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