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Grenzenlos lebenswert

Verkehrsführung Hängebrücke

12.03.2019 - Erfahrungsbericht im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr

Hängebrücke

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hat am 26.06.2018 eine neue Verkehrsführung mit dem Zusatz beschlossen, dass die Verwaltung nach einem halben Jahr einen Erfahrungsbericht dazu vorlegt.

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr am Dienstag, 12.03.2019 werden die Mitglieder nun über die seit der Öffnung am 15.08.2018 gewonnenen Erkenntnisse informiert. Nach Auffassung der Verwaltung sollen die umgesetzten Regelungen so beibehalten werden, da sie sich insgesamt gut bewährt haben.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Bei der neu geregelten Verkehrsführung auf der Hängebrücke war uns insbesondere wichtig, einerseits den Verkehrsfluss im Bereich Ilzdurchbruch zu verbessern und andererseits die Erreichbarkeit der Altstadt nicht über Gebühr zu beeinträchtigen. Die umgesetzte Variante stellt einen guten Kompromiss dar, der sich, wie die Beobachtungen der letzten sechs Monate zeigen, bewährt hat.“

Die neue Regelung umfasst folgende Punkte:

  • Die Zufahrt zur Hängebrücke von der Angerstraße ist nur noch Bussen im Linienverkehr gestattet.
  • Die Zufahrt zur Hängebrücke vom Römerplatz ist mit reduzierter Grünzeit wie früher möglich.
  • Für den Radverkehr wurde eine Spur zum indirekten Linksabbiegen vom Ilzdurchbruch zur Hängebrücke mit eigener Radfahrerfurt eingerichtet.
  • Die Grünzeiten am Knoten B 12/Hängebrücke wurden den neuen Gegebenheiten angepasst.

Betrachtet man die Verkehrszahlen des letzten Halbjahres auf dem Anger, so kann im Ergebnis festgestellt werden, dass sich die Leistungsfähigkeit durch eine gleichmäßige Auslastung der beiden Stadteinwärtsspuren deutlich erhöht hat.

Passierten vor der Hängebrückensperrung in den Morgenstunden (von 07.00 – 08.00 Uhr) noch durchschnittlich 2.020 Fahrzeuge/Stunde dieses Straßenstück, so kommt man nun auf 2.318 Fahrzeuge/Stunde. Das entspricht einer Steigerung von 15 %. Auch eine Fahrzeiterhebung hat ergeben, dass im Morgenverkehr auf der B 388 von der Ilzbrücke zur Schanzlbrücke beispielsweise von 07.30 – 08.00 Uhr von 60 Fahrten 40 ohne Stauungen durchgeführt werden konnten. Bei 15 Fahrten entstanden aufgrund eines Rückstaus von der Schanzlbrücke Wartezeiten von 4-6 Minuten und bei lediglich 5 Fahrten Wartezeiten von 10-15 Minuten.

Durch die Verlagerung von Grünzeiten von der Hängebrücke auf den Anger kann auch stadtauswärts der Verkehr wesentlich flüssiger gestaltet werden.

Durch die vorgenommenen Änderungen in der Busbeschleunigung haben sich die Fahrzeiten des ÖPNV nur geringfügig erhöht.

Nachteilig an der geänderten Verkehrsführung ist die eingeschränkte Erreichbarkeit der Altstadt, wobei sich für den Bereich Rindermarkt, Domplatz, Residenzplatz kein neuen Umwege ergeben, weil diese Gebiete auch früher nur über die Schanzlbrücke angefahren werden konnten.
Ansonsten überwiegen deutlich die Vorteile. So ist auf der Fritz-Schäffer-Promenade und auf dem Römerplatz eine erkennbare Verkehrsberuhigung eingetreten. Auch im Bereich der Schustergasse und am Residenzplatz werden weniger Verkehr und weniger verbotswidrige Durchfahrten registriert. Im Vergleich zu früheren Zählungen hat sich die Zahl etwa halbiert. Die Reduzierung des Individualverkehrs in die Altstadt hat zudem die Schulwegsicherheit am Römerplatz deutlich erhöht, da weniger Fahrzeuge dort halten und der Schulbusverkehr dadurch nicht mehr behindert wird.

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