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Verleihung des Sozialen und Kulturellen Ehrenbriefs

20.04.2018 - am vergangenen Mittwoch, 19.04.2018

Verleihung des Sozialen und Kulturellen Ehrenbriefs

Am vergangenen Mittwoch, 19.04.2018 hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Rahmen eines Festakts an Evi Buhmann und Sissi Geyer den Sozialen Ehrenbrief sowie an Friedrich Hirschl, die Herausgeber der Literaturzeitschrift „Passauer Pegasus“ (Edith Ecker, Karl Krieg und Dr. Stefan Rammer), Dr. Edith Rabenstein, Leo Rose und Dr. Herbert Wurster den Kulturellen Ehrenbrief verliehen.

1. Sozialer Ehrenbrief an Evi Buhmann:
Frau Evi Buhmann stand 18 Jahre lang beim Kinderschutzbund ehrenamtlich in verantwortlichen Positionen als Schatzmeisterin und als Vorsitzende (bis zum Jahr 2015). Frau Buhmann verstand es während dieser Zeit viele Anliegen für Familien und Kinder aufzugreifen und in tatkräftige Unterstützungsleistungen umzusetzen. Während Ihrem Wirken wuchs der Kinderschutzbund zu der heutigen Größe heran. Schwerpunkt Ihrer Kinderschutzarbeit war der Ausbau der Familienhilfe und der Familienpaten. Möglichst viele Familien niederschwellig ganzjährig zu begleiten und zu unterstützen war Ihr großes Anliegen. Frau Buhmann verstand es in hervorragender Weise ihre Persönlichkeit für die Belange von Kindern und Familien einzusetzen.

2. Sozialer Ehrenbrief an Sissi Geyer:
Frau Sissi Geyer engagiert sich seit vielen Jahren im sozialen Bereich. Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten sind geprägt von dem Interesse, Menschen in besonderen Situationen zur Seite zu stehen. Angefangen von Kindern über die Jugend- und Behindertenhilfe bis hin zur Sterbehilfe setzt sie sich für verschiedene soziale Belange ein.

Frau Geyer kümmert sich intensiv um die frühzeitige individuelle Förderung von Kleinkindern. Die Unterstützung des Pädagogischen-Psychologischen Fachdienstes für Kindergärten und des Frühförderungsdienstes der Caritas steht im Mittelpunkt dieses Anliegens. Eltern mit schwerer Kindheit, psychischen Erkrankungen oder massiven Partnerschaftsproblemen werden unterstützt. Den Kindern soll bei Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten usw. möglichst schnell und unbürokratisch geholfen werden. Kindertagesstätten und deren Situation stehen im Mittelpunkt Ihrer Arbeit. Als Vorsitzende des Fördervereins konnte Frau Geyer die Arbeit der Frühförderstelle der Caritas nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen. Frau Geyer war von 2005 bis 2017 1. Vorsitzende des Fördervereins, auch jetzt gehört sie noch der Vorstandschaft an. In ihrer Zeit als Vorsitzende war sie z. B. am Aufbau von drei Außenstellen maßgeblich beteiligt.

Frau Geyer ist auch ehrenamtliche Verwaltungsrätin für das Lukas-Kern-Kinderheim. Sie engagiert sich auch dort mit viel Herzblut und ist sich für keine Arbeit zu schade. Sie hilft bei der Gestaltung von Festen, ist Ersatzmutter für bestimmte Probleme, treibt Spendengelder ein und beseitigt eigenhändig Hochwasserschäden. Aber auch für die Weiterentwicklung der Einrichtung setzt sie sich mit innovativen Vorschlägen ein.

Die allgemeine Förderung der Jugend, insbesondere die Sorge um deren Anliegen und Probleme, steht schon immer im Fokus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Schon in jungen Jahren war sie in Altötting Kreisvorsitzende des dortigen Kreisjugendrings. Auch in Passau fand diese Tätigkeit eine Fortsetzung als Diözesanvorsitzende der KJB. Jungen Menschen Raum zur Selbstfindung und Selbstentfaltung zu bieten, Jugendverbände und Jugendgruppen zu fördern und zu unterstützen, Jugendsozialarbeit voran zu bringen sind eine Herzensangelegenheit von Frau Geyer.

Menschen mit körperlicher, geistiger und psychischer Behinderung haben das besondere Augenmerk von Frau Geyer. Die gute Betreuung in Wohneinrichtungen, das Schaffen von Arbeitsgelegenheiten, Treffpunkte für Menschen mit Beeinträchtigungen und selbstbestimmte Lebensführung sind Themen, mit denen sich Frau Geyer in Ihrer Funktion bei der Lebenshilfe Passau e.V. beschäftigt, deren 2. Vorsitzende sie seit dem Jahr 2009 ist. In diese Zeit fallen beispielsweise der Neubau eines Wohnhauses in Vilshofen, die Planung des Neubaus in Hauzenberg, das 50. Jubiläum der Lebenshilfe Passau und die deutliche Erweiterung der ambulanten bzw. offenen Hilfen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der Lebenshilfe trägt Frau Geyer große finanzielle Verantwortung für die verschiedenen Projekte und auch große personelle Verantwortung für die 200 festangestellten Mitarbeiter.

Außerdem ist Frau Geyer seit 2016 Vorsitzende des Hospizvereins Passau. Zu den Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen des Vereins gehört es, alles zu fördern was Menschen ein würdevolles, individuelles und möglichst schmerzfreies Sterben zu Hause oder in einer vertrauten persönlichen Umgebung ermöglicht. Grundlage dafür sind die allgemeinen humanitären Werte und die christliche Ethik. Die große Bandbreite der Aktivitäten, die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und vor allem der unheimlich große persönliche Einsatz über einen sehr langen Zeitraum sind Zeugnis für das hervorragende soziale Engagement von Frau Geyer.

3. Kultureller Ehrenbrief an Friedrich Hirschl:
Friedrich Hirschl ist Lyriker und Pastoralreferent. Mit acht Gedichtsammlungen, zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen sowie mehreren literarischen Auszeichnungen hat sich der Schriftsteller weit über die Grenzen Passaus hinweg einen Namen gemacht.

Bereits seit seinem Studium der Theologie und Philosophie verfasste Friedrich Hirschl zahlreiche Werke in Lyrik und Prosa. Das erste Buch „Erdzeit“ veröffentlichte er 1987. Es folgten die Gedichtbände „Im Fluß der Zeit“ (1989), „… und Sehnsucht singt ein leises Lied“ (1992), „Glut am Himmel“ (2002), „Herbstmusik“ (2006), „Nachthaus“ (2009), „Fluss-liebe“ (2012) und „Stilles Theater“ (2017).

Während Friedrich Hirschls Frühwerk unmittelbar den Menschen und dessen Befindlichkeiten in den Blick nimmt, betrachtet er später Personen zusehends durch den Spiegel der Natur. In knappen, reduzierten, oftmals überraschenden Metaphern stellt er Landschaften und damit zugleich den Menschen aus ungewöhnlicher Perspektive dar. Die Natur zeigt ihm die Bilder und Szenen, die er in seinen Werken verarbeitet. Entsprechend humorvoll ist oftmals der Unterton seiner Gedichte.

Für seine Werke wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Bei verschiedensten Lyrik-Wettbewerben ging Friedrich Hirschl als Gewinner hervor. 2015 erhielt er den Kulturpreis des Landkreises Passau. Friedrich Hirschl ist Mitglied des „Passauer Literaturkreises“ und der Regensburger Schriftstellergruppe International. Er engagiert sich äußerst erfolgreich in zahlreichen Lesungen.

4. Kultureller Ehrenbrief an die Herausgeber der Literaturzeitschrift „Passauer Pegasus“, Edith Ecker, Karl Krieg und Dr. Stefan Rammer
Der „Passauer Pegasus“ wurde 1983 im studentischen Umfeld des Passauer Germanistik-Lehrstuhls von Prof. Hartmut Laufhütte gegründet. Es sollte eine regional orientierte Literaturzeitschrift entstehen, in der die Herausgeber als Autoren Texte veröffentlichen.

Seit Heft 2 ist Dr. Stefan Rammer als mittlerweile „dienstältester“ Herausgeber dabei, dem sich bald Karl Krieg und Edith Ecker hinzugesellt hatten. Nach einiger Zeit öffnete sich der Pegasus für Autoren jenseits des Herausgeberkreises. Das Heft wurde immer mehr ein Forum für neue und bereits arrivierte deutsche Autoren bis man sich auch internationalen Autoren zuwandte und der „Passauer Pegasus“ damit auch zu einer überregional anerkannten Literaturzeitschrift avancierte. Es gab auch Themenhefte zur Mundart oder Publikationen zur Literatur in Tschechien, der Slowakei und der Schweiz. Daneben fanden sich in den Heften Gespräche mit Autoren. Auch mit Buchbesprechungen würdigte der „Pegasus“ die aktuelle Literatur. Inzwischen wurde die bereits 50. Ausgabe der Zeitschrift für Literatur aufgelegt.

Als immer wichtigere Nebenschiene entwickelte sich das Veranstalten von Lesungen, was mittlerweile fast zur Hauptschiene geworden ist. Die Pegasus-Herausgeber organisieren seit vielen Jahren Lesungen von großer Qualität mit namhaften Autoren, die aus dem Passauer Scharfrichterhaus immer wieder ein informelles Literaturhaus werden lassen. Der „Passauer Pegasus“ hat sich bei Verlagen mittlerweile einen sehr guten Ruf erworben, so dass von den Verlagen selbst immer wieder Lesungen angeboten werden, die oft nur an wenigen Orten in Deutschland stattfinden, meistens in den Literaturhäusern größerer Städte.

Die Herausgeber:
Edith Ecker
Von 1974 – 1980 Studium an der Universität Mannheim, Staatsexamen in Mathematik, Germanistik und Geographie
Seit 1990 Stellvertretende Geschäftsleiterin und Leiterin der Programmbereiche Gesundheit und Kultur der Volkshochschule Passau, die sie mit viel Engagement, Ideenreichtum und Innovation gestaltet.

Karl Krieg
Abitur 1976, danach begann er das Studium zum Diplombibliothekar und ist als solcher seit 1981 in der Universitätsbibliothek Passau, aktuell als Leiter des Referates Medienbearbeitung, tätig. Bereits während seiner Schulzeit galt sein besonderes Interesse der Literatur. Früh betätigte er sich mit Mundartgedichten und Prosa selbst schriftstellerisch. Für seine Mundartgedichte wurde ihm 1985 der Ossi-Sölderer-Preis in München verliehen. 1993 veröffentlichte er im lichtung verlag einen Gedichtband mit dem Titel „heazzbluad-blodan“. 1996 steuerte er zum Foto-Textband „HinterBayern“ Texte bei. Es gab eine ganze Reihe von Texten in Anthologien und Zeitschriften. Karl Krieg hielt auch immer wieder selbst Lesungen. In dem im Jahr 2012 gegründeten Kulturbeirat der Stadt Passau vertritt er die Sparte Literatur.

Dr. Stefan Rammer
Studium der Politikwissenschaft und Germanistik.
Von 1983 – 1988 Sachbearbeiter des Deutschen Bundestages, von 1983 – 1989 Mitarbeiter bei Prof. Dr. Peter Steinbach für die Ausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ in Berlin. Seit 1990 Redakteur der Passauer Neuen Presse immer wieder mit den Schwerpunkten Kultur und Zeitgeschichte. Redakteur und Schriftleiter der Rubrik „Heimatglocken“ in der PNP, Verfasser der PNP- Kolumne „Passauer Tölpel“ Zahlreiche Publikationen zu Zeitgeschichte, bildender Kunst und Literatur. Vorträge und Führungen zum Thema Jüdisches Leben in Passau. Verfasser des Artikels „Aspekte jüdischen Lebens in Passau“ in der Dokumentation über das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Passau Buchprojekte u.a.:
„Kurt Schumacher im Urteil der deutschen Nachkriegspresse“
„Es war einmal. Warschau im Herbst 1939“
„Passau – Impressionen einer Stadt“
„Inn- Donau-Ecke“, Künstlerporträts
„Wieder ganz nah – Wie Weltgeschichte ein kleines Dorf berührt.“
Daneben ist er ein gefragter Laudator in der regionalen Kunstszene.

Die Aktivitäten des „Passauer Pegasus“ bereichern seit nunmehr 35 Jahren das kulturelle Angebot in Passau. Mit ihrem großen Engagement für das geschriebene Wort haben sich die Herausgeber in einer sehr besonderen Weise um die Rolle der Literatur und um kulturelle Vielfalt in unserer Stadt verdient gemacht. Oberbürgermeister Jürgen Dupper schlägt deshalb vor, den Herausgebern des Passauer Pegasus, Frau Edith Ecker, Herrn Karl Krieg und Herrn Dr. Stefan Rammer den kulturellen Ehrenbrief zu verleihen.


5. Kultureller Ehrenbrief an Dr. Edith Rabenstein
Dr. Edith Rabenstein absolvierte an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München ein Magisterstudium Theaterwissenschaften und ein Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte am Gymnasium. Bereits damals war sie journalistisch bei der Münchner Theaterzeitung, dem Münchner Merkur und anderen Printmedien tätig. Seit 1986 arbeitet sie als Redakteurin der PNP in den Bereichen Oberbayern, Politik und Kultur. 1988 promovierte Dr. Edith Rabenstein an der Ludwigs-Maximilians-Universität. Im Rahmen der Reihe „Menschen in Europa“ organisiert und verantwortet Dr. Edith Raben-stein seit Jahren die Ausstellung „Kunst im Atrium“ in den PNP Verlagsräumen.

2014 konnte Dr. Edith Rabenstein ihr vierjähriges Forschungsprojekt zur Passauer Künstlerin Margarete Schneider-Reichel mit der Veröffentlichung eines Werkverzeichnisses so-wie eines Aufsatzbandes erfolgreich abschließen. Gerade in den umfassenden Veröffentlichungen zu Margarete Schneider-Reichel und Richard Billinger zeigt sich die hohe Kompetenz in der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Edith Rabenstein.

Daneben gibt Dr. Edith Rabenstein zahlreiche Publikationen zu verschiedensten Themen bereits seit Jahren heraus. Seit 2004 ist Dr. Edith Rabenstein Mitherausgeberin der jährlichen Buchreihe Passauer Almanach. Bereits 13 Bände sind in dieser interessanten Publikationsreihe erschienen. Alljährlich bietet der Passauer Almanach informativen Lesestoff über die Dreiflüssestadt und ihre Bewohner. Gemeinsam mit anderen Autoren beleuchtet Dr. Edith Rabenstein in unterhaltsamer Form sowohl das aktuelle Geschehen als auch die interessante Vergangenheit der Stadt Passau.

Ebenso wurden zahlreiche Artikel in der PNP zum Kulturgeschehen in der Region Passau in den letzten Jahren veröffentlicht. Hier zeigt sich Dr. Edith Rabenstein stets als versierte Kennerin der Passauer Kulturszene.

6. Kultureller Ehrenbrief an Leo Rose:
Leo Rose studierte nach dem Abitur am Gymnasium Leopoldinum Musikpädagogik und absolvierte das Staatsexamen für das Lehramt an Realschulen in den Fächern Deutsch und Musik. Von 1972 bis 2005 war Leo Rose Studienrat an der Staatlichen Realschule in Passau, seit 1984 bereitete er als Seminarrektor für Musik zahl-reiche junge Lehrer und Referendare auf das Berufsleben vor.

Leo Rose hat sich seit frühester Jugend der Musik verschrieben. Als Musiker, Dirigent, künstlerischer Leiter, Chorleiter und Organist hat er unzählige Stunden seiner Freizeit mit großem Engagement für seinen ehrenamtlichen Einsatz über vier Jahrzehnte lang geopfert. Besondere Verdienste erwarb sich Leo Rose um die Kirchenmusik in Passau. Er wirkte als Organist an drei Passauer Kirchen (St. Nikola, St. Paul, St. Gertraud) und leitet zwei Kirchenchöre. Daneben war er ständiger Organist beim Passauer Hochschulchor. Darüber hinaus ist Leo Rose als Instrumentalpädagoge tätig.

Auch im musikalischen Vereinswesen der Stadt Passau war Leo Rose äußerst engagiert. Von 1996 bis 2008 leitete er den Innstädter Männerchor und bereits seit 1966 ist er Mit-glied im Passauer Konzertverein. 1985 übernahm er das Amt des zweiten Dirigenten und wurde schließlich 1995 zum ersten Dirigenten gewählt. Auch nach der Abgabe dieses Amtes engagiert sich Leo Rose weiterhin in außerordentlichem Maße als Kirchenmusiker in St. Paul und in der Innstadt.

Bereits 2007 erhielt er die Ehrennadel für hervorragende Verdienste um die Stadt Passau im Ehrenamt.


7. Kultureller Ehrenbrief an Dr. Herbert Wurster
Dr. Herbert Wurster studierte von 1972 bis 1974 Geschichte und Englisch an der Universität Regensburg, zunächst für das Lehramt. Nach einem Studienjahr an der Universität Canterbury in England kehrte er zurück nach Regensburg, absolvierte ein Archiv-Referendariat in Kirchendiensten und beendete sein Studium 1978. Von 1978 bis 1980 wurde er am Institut für Archivwissenschaft-Archivschule Marburg ausgebildet und hat 1980 an der Universität Regensburg mit einer Arbeit über „Die Regensburger Geschichtsschreibung im 17. Jahrhundert“ zum Dr.phil. promoviert. Noch im gleichen Jahr wurde er Archivar der Diözese Passau. 1993 übernahm er die Leitung des Bistumsarchivs. Seit nunmehr 25 Jahren übt er dieses Amt nun aus und hat sich dabei einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen des Bistums hinaus erarbeitet. Zuletzt fand seine Pionierleistung, die jahrhundertealten Kirchenbücher via Internet der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, große Beachtung. Seine Verdienste reichen jedoch weit über die Verwaltung und Organisation des Bistumsarchives hinaus.

Über seine Funktion in verschiedenen Passauer Vereinen hat er das kulturelle Leben in Passau mit gestaltet und geprägt. Seine fachliche Kompetenz und sein unermüdliches Engagement hat er unter anderem in die kulturelle Arbeit des Kunstvereins Passau, des Fördervereins Oberhausmuseum Passau, des Vereins für Ostbairische Heimatforschung und auch des Vereins der „Freunde der Nibelungenstadt Passau“ eingebracht.

Seine profunde Mitwirkung bei hochrangigen Ausstellungen von Stadt und Diözese Passau im Oberhausmuseum, so die Ausstellungen
- „Weißes Gold Passau – vom Reichtum einer europäischen Stadt“ (1995),
- „Ritterburg und Fürstenschloss“ (1998)
- „Apokalypse – Zwischen Himmel und Hölle“(2000)
- „Faszination Mittelalter – Himmlisches Streben“ (2002) und
die von seiner großen fachlichen Kompetenz geprägte Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte für die im Oberhausmuseum präsentierte Ausstellung „Bayern – Ungarn. Tausend Jahre“ (2001), waren für die Stadt Passau von unschätzbarem Wert.

Als Mitglied der Koordinationsgruppe der länderübergreifenden Projektidee „Barocke Kunst und Kultur in Böhmen und dem Donauraum“ für die EU-Strategie im Donauraum, hat Herr Dr. Herbert Wurster einen großen Beitrag zur kulturhistorischen Aufarbeitung des Donau-Barock geleistet. Zahlreiche Dokumentationen, Beiträge in Festschriften und Kirchenführern und auch Studien zu prägenden Bauwerken stammen aus seiner Feder. Mit diesen umfangreichen Publikationen hat er sich in einer besonderen Weise um die Geschichte von Bistum und Stadt Passau und letztlich des gesamten ostbairischen Raumes verdient gemacht.

Sein Wirken wurde in der Vergangenheit bereits durch eine Reihe von Auszeichnungen gewürdigt:
1994 Ehrenkreuz des Bayerischen Soldatenbundes 1874
1999 Kulturpreis des Landes Niederösterreich
2006 Oswald-Ring
2007 Kulturpreis des Landkreises Passau
2007 Päpstlicher Ritterorden vom Hl. Silvester
2012 Bundesverdienstkreuz am Bande

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