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  • auf dem Messeplatz Kohlbruck vom 26.04. - 05.05.2019

Grenzenlos lebenswert

Renate König-Schalinski ist Namensgeberin für Straße im Neubaugebiet Gütlbauerweg

13.04.2019 - Oberbürgermeister Jürgen Dupper enthüllt Beschilderung

Der Ehemann der verstorbenen Künstlerin und Namensgeberin, Friedl Schalinski, assistiert Oberbürgermeister Jürgen Dupper bei der Enthüllung des Straßenschildes im Beisein zahlreicher Gäste.
Straßenbenennung König-Schalinski-Straße

Passau hat ab sofort eine König-Schalinski-Straße. Oberbürgermeister Jürgen Dupper nahm die offizielle Enthüllung des Straßenschilds im Neubaugebiet Gütlbauerweg im Beisein zahlreicher Gäste vor, darunter auch Angehörige der bereits verstorbenen Namensgeberin. Den einstimmigen Beschluss für die Benennung hatte der Kulturausschuss am 19. April 2018 gefasst.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Ich bin erfreut, dass wir Renate König-Schalinski auf diese Weise für ihr Wirken ehren können. Ihre Kunstwerke zeugen eindrucksvoll von ihrer Schaffenskraft und stellen vor allem auch in unserer Dreiflüssestadt eine echte Bereicherung dar. Aufgrund ihrer Verdienste im künstlerischen Bereich haben wir sie zur Namensgeberin einer Straße erkoren. Wir wollen dadurch unseren Dank und unsere Wertschätzung sichtbar zum Ausdruck bringen.“

Renate König-Schalinski wurde am 18. April 1942 in Passau-Neustift geboren. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie ab 1960 zehn Jahre als Emailleurin und Silberschmiedin, musste diese Tätigkeit dann jedoch krankheitsbedingt aufgeben. 1973 nahm sie ein Studium auf und ließ sich bis 1975 bei mehreren Professoren in Österreich, der Schweiz und in Italien unterweisen. Daran anschließend eröffnete sie in der Passauer Altstadt eine eigene Galerie, die heute von ihrem Ehemann Friedl Schalinski geführt wird. 1977 wurde sie als Gildenmeisterin in die namhafte Innviertler Künstlergilde aufgenommen, der schon Alfred Kubin und Josef Karl Nerud angehörten. Ab 1983 schuf sie zahlreiche Großplastiken für den öffentlichen Raum. Mit am bekanntesten in Passau ist ihre Bronzeskulptur „Europa“, die auf dem Europaplatz direkt gegenüber dem Hauptbahnhof steht. Weitere Werke befinden sich unter anderem am Passauer Erlebnisbad, im Oberhausmuseum und an der Haitzinger Brücke. Auch überregional sind die Zeugnisse ihres Schaffens zu sehen, etwa in München, Bonn und Santiago de Chile. Wie sehr sie schon zu Lebzeiten geschätzt wurde, zeigen zahlreiche Arbeiten, die sie für bekannte Persönlichkeiten wie Papst Johannes Paul II. (im Auftrag von Bischof Dr. Antonius Hofmann), Bischof Dr. Franz Xaver Eder und Bundespräsident Dr. Karl Carstens fertigte. Hinzu kommen zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Der thematische Bogen ihres künstlerischen Schaffens spannt sich vom religiösen Motiv bis hin zur Tierplastik. Im Mittelpunkt stand aber immer wieder die Darstellung tiefer menschlicher Empfindungen wie Liebe, Zuneigung, Geborgenheit und Trauer, wodurch ihre Objekte eine besondere Art von philosophischer Tiefe bekamen. Eine spezielle Ausdrucksstärke erreichte sie auch durch die Wahl des Materials. Je nach Motiv verwendete sie bevorzugt Bronze, Metall oder Stein.

Für ihre Verdienste wurde Renate König-Schalinski 1992 mit dem kulturellen Ehrenbrief der Stadt Passau ausgezeichnet. Sie verstarb am 23. März 2011, ihr Grab befindet sich auf dem Innstadtfriedhof.

Im Neubaugebiet Gütlbauerweg stehen insgesamt 31 Bauparzellen zur Verfügung. 21 davon vergibt die Stadt Passau für eine Einfamilienhausbebauung zu vergünstigten Quadratmeterpreisen nach dem Einheimischenmodell. Die restlichen 10 werden von einer Privatperson verkauft.

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